In traditionellen Inkassounternehmen findet die Kund:innenkommunikation meist postalisch statt. Säumige Kund:innen tun sich aber oft schwer mit den Zahlungsaufforderungen: sie erinnern nicht nur sehr an Behördensprachen, sondern enthalten häufig einschüchternd wirkende Formulierungen. Viele hätten daher Sorge, dass bald jemand vor der Tür stehen könnte. Manche empfänden aber auch Scham, erklärt Philipp Rürup, Gründer und Geschäftsführer des in 2017 in Lippstadt gegründeten Fintech-Unternehmen troy. „Auf diese Emotionen muss man eingehen und sich um sie kümmern.“

Philip blickt auf mehr als 16 Jahre Berufserfahrung in leitenden Funktionen bei Konzernen und Start-ups in Branchen wie Data Management, Dialogmarketing und Finanzdienstleistungen zurück und kombiniert seine Inkassoerfahrung mit neuester Technologie und Methoden aus Marketing und CRM.

troy zielt darauf ab, das Mahnwesen durch freundliche und individuell angepasste Kund:innenansprache zu verbessern.  „Ein relevanter Teil der Kunden zahlen versehentlich oder unverschuldet nicht“, so Philip. Gerade dies seien wertvolle Kunden, die man als Unternehmen nicht verlieren sollte, erklärt er weiter.

Wie genau das mit künstlicher Intelligenz funktionieren soll, welchen Einfluss die Inflation auf das Business hat und wie die Plattform auch von Unternehmen genutzt werden kann, das erzählt Philip in dieser Folge von „Thanks for Shopping!„.

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VISA – der Eigenname wird von vielen als Synonym für die Kreditkarte verwendet, dabei steht das Unternehmen nicht nur für Kredit- und Debitkarten, sondern für den kompletten Prozess der digitalen Zahlungstechnologie im E-Commerce. Doch wie hat es VISA geschafft, seinen Markennamen als Alleinstellungsmerkmal für Kreditkarten oder digitales Bezahlen zu etablieren?

Merle Meier-Holsten ist Head of Marketing, Strategie- und Markenbildung beim Global Player VISA in Zentraleuropa. Mit unseren Podcasthosts Saravanan Sundaram und Nadja Müller hat sie neben VISAs Markenpositionierung, über die Relevanz der Innovationsentwicklung von klein und mittelständischen Unternehmen gesprochen.

Wie wichtig insbesondere die Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit von KMUs ist und wie sie von VISAs digitalem Know-how profitieren können, das alles erzählt Merle in der neuen Folge von „Thanks for Shopping!“.

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© JLco – Julia Amaral via iStock

  • E-Tailers consider fair and environmentally friendly measures to be a top priority for the economic success of their business.
  • To achieve this, they are implementing environmentally friendly measures such as sustainable returns and delivery management.
  • Sustainable goals and corporate philosophy, communicated transparently by business owners, increase brand loyalty among environmentally conscious customers.

Ever-increasing transport volumes, packaging and returns – the e-Commerce business evokes substantial environmental issues. However, due to the growing trend of environmental sustainability, customers are becoming more and more aware of these matters. Not only do they attach great importance to environmentally friendly shipping. They value design and durable products. Nevertheless, retailers are facing supply chain issues driven by crises such as the pandemic or the war in Ukraine.

How e-commerce business owners respond adequately to this trend as to current crises and strained supply chains is the subject of the fynax trend report 2022.

source: fynax trend report 2022: sustainability and supply chain in e-commerce

Online retailers cannot turn their business model around overnight. However, there is potential for climate protection and there are many areas in digital commerce where effective instruments are already being implemented by businesses.

source: fynax trend report 2022: sustainability and supply chain in e-commerce

The report reveals that for many online retailers, the concept of sustainability plays a key role in their business success. For 72.3 % of the respondents, the issue of sustainability represents an ‘important’ to ‘very important’ factor for the success of their business. This is particularly evident in return and shipping management: Over 74 % of e-commerce-business owners rely on the reusability of their returns, and more than 77 % are using sustainable packaging for their products to reduce packing waste. Besides using sustainable and recyclable materials, over 55 % of e-commerce businesses place value on climate-neutral suppliers. „Sustainability has evolved from a niche topic to a mainstream concern for the masses. Companies that transparently communicate their sustainable goals are positioning themselves for the future and are more competitive in this market“, explains Nadja Müller, tax accountant, head of e-commerce and author of the report.

Do good and talk about it: Transparency and authenticity as a growth driver

Online retailers who disclose their eco-friendly measures in their core and general processes not only achieve higher demands. Shop owners increase brand loyalty among environmentally conscious customers. They build trust and create a positive and authentic corporate identity. In addition, they set themselves apart from conventional businesses. „The study reveals that most online retailers have taken measures in recent years to improve their carbon footprint. Environmental and sustainability awareness is not only rising among consumers. Now it is the time to provide sustainable incentives for this awareness“, clarifies Saravanan Sundaram, Director E-Commerce fynax and co-author.

Awareness of sustainability and its value is becoming increasingly important in digital commerce. Online retailers who consider this issue as a high priority and position themselves within the frame of sustainable development goals are fit for the future of e-commerce. They have the opportunity to open to an ever-growing target group and thus hold a competitive advantage.

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© master1305 via iStock

Der neue Laptop, das neue Handy oder aber eine neue Waschmaschine – Technikbegeisterte und Schnäppchenjäger:innen weltweit wähnen den Black Friday und die anschließende Cyber Week als optimalen Zeitpunkt um die Wunschlisten (oder in diesem Jahr Preisvergleichslisten) endlich zu verwirklichen. Der Zeitraum des Black Friday und der Cyber Week gilt als Startschuss für das sich anbahnende Weihnachtsgeschäft – vor allem für den Online-Handel und Consumer Electronics Produkte. Doch unter welchem Licht stehen die Schnäppchentage in diesem Jahr? Eine steigende Inflation und Preissteigerungen beeinflussen das Konsumverhalten von Konsument:innen nachhaltig: wie eine repräsentative Onlinebefragung zum Einkaufsverhalten und Konsumtrends der ECC Köln und Salesforce nachweisen, planen Konsument:innen 2022 vermehrt Einsparungen und neigen zu weniger Impulskäufen als noch im Vorjahr.

Laut der Trend Check Handelsstudie des ECC Köln werden Käufe im Rahmen des Black Friday und der Cyber Week bereits im Vorfeld geplant und vorbereitet. Der Preisfokus der Konsument:innen hat sich um ein Vielfaches verstärkt, wie die Zahlen der Studie nahelegen: so bestätigen starke 76 % der Befragten sich auf das Preisangebot von bereits geplanten Anschaffungen zu fokussieren, während ganze 43 % der Konsument:innen zugeben bereits im Vorfeld Angebots- und Preisvergleiche im Rahmen von geplanten Anschaffungen in der Cyber Week gemacht zu haben. Das kommt einer Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr gleich. Gleichzeitig ist aber die Bereitschaft zum Impulskauf oder Spontaneinkäufen von vormals 46 % auf 33 % gesunken.

Die diesjährige Konsumzurückhaltung lässt sich unter anderem auf die starke Inflation und generelle Preissteigerungen zurückführen. Nichtsdestotrotz trägt aber auch das allgemeine Klima der wirtschaftlichen Unsicherheit und das schwindende Vertrauen zu den Angeboten im Rahmen der „Schnäppchentage“ zum Sparverhalten der Konsument:innen bei. Etwa 55% der Befragten bezweifeln, dass die angebotenen Produkte eine wirkliche Kostenvergünstigung darstellen – eine Skepsis die Onlinehändler:innen im Blick behalten sollten.

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© kunertus via iStock

Impressumspflicht einfach erklärt: So erstellst du ein rechtssicheres Impressum

Das Internet ist kein anonymer und rechtsfreier Raum, sondern unterliegt klaren Regelungen. Wenn du eine Website in Deutschland betreibst, musst du den Datenschutz der Nutzer:innen beachten, darfst das Urheberrecht nicht verletzen und musst transparent erklären, wer für den Betrieb und die Inhalte auf der Seite verantwortlich ist. Und Letzteres stellt die sogenannte Impressumspflicht sicher.

Das Impressum ist der Bereich einer Website, in dem sich Besucher:innen Informationen zu den verantwortlichen Betreiber:innen dieser Site verschaffen können. Welche Angaben ins Impressum gehören, ist hauptsächlich im Paragraf 5 des Telemediengesetzes (TMG) geregelt. Zudem muss das Impressum gut erreichbar sein und darf nicht irgendwo auf der Seite versteckt werden.

Wie aber erstellst du ein rechtssicheres Impressum, wo bindest du es am besten ein und welche Alternativen hast du, wenn du nicht möchtest, dass deine Privatadresse im Internet erscheint? Antworten gibt’s im Blog!

Was ist die Impressumspflicht und welchen Zielen dient sie?

Ein Impressum ist wichtig, um die Besucher:innen einer Website (oder eines anderen telemedialen Services) darüber zu informieren, wer für dessen Bereitstellung und Pflege verantwortlich ist. Dabei geht’s natürlich nicht darum, eine Neugierde zu befriedigen. Es soll vor allen Dingen verhindern, dass digitale Angebote anonym betrieben werden können.

Hättest du es gedacht? Das erste bekannte Impressum der Welt findest du im Mainzer Psalter von Peter Schöffer und Johannes Fust von 1457. Das Gesetz zur Impressumspflicht hat seine Ursprünge im 16. Jahrhundert. Es galt für Druckerzeugnisse und enthielt unter anderem Angaben zu Erscheinungsort und -jahr der Schrift sowie dessen Verleger und bisweilen auch Drucker. Die aktuellen Bestimmungen wurden erstmals im Jahr 1997 aufgesetzt, bis heute aber bereits mehrfach reformiert.

Es gibt aktuell zwei entscheidende rechtliche Vorschriften für das Impressum auf Websites:

  • § 5 des Telemediengesetzes (TMG)
  • § 55 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV)

Eine EU-Impressumspflicht gibt es nicht. Dennoch sind schon so manche Verfahren wegen zu beanstandender Impressen auf dem Tisch des Europäischen Gerichtshofes gelandet. Es ist denkbar, dass es eines Tages eine einheitliche EU-weite Regelung geben wird. Doch im Moment gilt noch das sogenannte Herkunftslandprinzip, was bedeutet, dass für Anbieter aus dem Ausland teilweise eine andere Website-Impressumspflicht gilt.

Folgende Angaben ergeben sich auf dieser Basis als Pflichtbestandteile des Impressums:

  • vollständiger Name von Betreiber:innen bzw. von gesetzlichen Vertreter:innen eines Unternehmens
  • vollständige Anschrift von Betreiber:innen/Unternehmen
  • E-Mail-Adresse, unter welcher die betreibende Person direkt erreichbar ist

Es gibt zudem einige optionale Bestandteile. Ob sie im Impressum präsent sein müssen, hängt davon ab, ob es sich um ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt. So müssen Unternehmen neben ihrer Rechtsform auch eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme und eine Steuernummer angeben. Privatpersonen sind dazu nicht verpflichtet.

Als Shopbetreiber:in musst du auf jeden Fall eine Telefonnummer zur Verfügung stellen, auch wenn dein Shop von dir als Einzelunternehmer:in geführt wird. Hierzu gab es im Jahr 2014 ein entsprechendes Urteil.

Für journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte einer Seite muss zudem explizit eine Ansprechperson genannt werden. Diese Person kann vom allgemeinen Betreibenden der Seite abweichen oder es kann sich um die gleiche Person handeln.

Musterbeispiel für ein Impressum eines Onlineshops

Angaben gem. § 5 TMG
Betreiber und Kontakt
Finn Fynax
Fynaxrstr. 1
12345 Fynaxstadt
Telefonnummer: 123 456 7890
E-Mail-Adresse: finn@finax.io
Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RstV
Finn Fynax
Bilder und Grafiken
Eigene Bilder

Keine Lust auf die Privatadresse im Netz? Miete eine virtuelle Adresse!

Ist ein Impressum Pflicht? Ja. Musst du zwangsläufig deine Privatadresse nutzen? Nein.

Es ist verständlich, wenn du deine private Anschrift nicht einfach so ins Internet stellen möchtest. Wenn du nicht willst, dass Kund:innen, die sich auf den Schlips getreten fühlen, plötzlich bei dir zu Hause klingeln, solltest du über die Miete einer virtuellen Adresse nachdenken.

Es handelt sich dabei um eine real existierende Anschrift, an der du auch postalisch erreichbar sein musst. Bei Nutzung entsprechender Services, die etwa 100 Euro pro Monat kosten, wird deine Briefpost verwaltet oder dir sogar zugestellt, sodass du sie für ein ordnungsgemäßes Impressum nutzen kannst.

Als Shopbetreiber:in vermeidest du auf diese Weise zudem, dass übereifrige Kund:innen deinen privaten Wohnort aufsuchen, weil sie etwas zurückgeben möchten oder gar auf einen Lagerverkauf mit ein paar Schnäppchen hoffen. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn Familienmitglieder von derlei unerwünschten Besuchen betroffen wären.

Welche Websites brauchen ein Impressum und welche nicht?

Grundsätzlich muss jede Website über ein Impressum verfügen. Die einzige Ausnahme sind nicht-kommerzielle Projekte, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind, sondern für rein private Zwecke. Ein Beispiel hierfür wäre ein digitales Familienalbum. Dennoch empfehlen Anwältinnen und Anwälte immer wieder, dass jede Website über ein Impressum verfügen sollte.

Möchtest du, dass eine Website praktisch nicht auffindbar ist, kannst du diese bei Google ausschließen lassen. So minimierst du die Chance, dass externe Personen Zugriff darauf erhalten.

Wo musst du sonst noch dein Impressum einbinden?

Nicht nur die eigene Website stellt eine Form der telemedialen Verbreitung von Inhalten dar. Ein klar ersichtliches Impressum ist auch in folgenden Formaten notwendig:

  • geschäftliche E-Mails und Newsletter
  • Firmenprofile in sozialen Netzwerken
  • Podcasts, Live-Streams und andere audiovisuelle Medien

In diesen Fällen spricht man von der sogenannten Anbieterkennzeichnung. Nach Möglichkeit solltest du hier nicht nur einen Link zum Impressum auf deiner Website einfügen, sondern ein vollständiges Impressum einpflegen. Ist nämlich der Link nicht funktionsfähig, weil etwa deine Website gerade offline ist oder sich ein Tippfehler eingeschlichen hat, wäre die Impressumspflicht bereits verletzt.

Wo musst du dein Impressum in die Website einbinden?

Die Website-Impressumspflicht sieht vor, dass das Impressum maximal zwei Klicks von jeder Seite aus entfernt sein darf. Aber warum solltest du derlei Zählspiele überhaupt riskieren? Empfehlenswert ist es, grundsätzlich einen Link zum Impressum im Footer einer jeden Seite einzubauen, sodass dieser automatisch auf jeder Unterseite eingeblendet wird.

Der Link zum Impressum sollte am besten mit dem Wort „Impressum“ versehen sein.

Welche Strafen drohen, wenn du gegen die Impressumspflicht verstößt?

Wenn du kein Impressum auf deiner Website zur Verfügung stellst, ist dies zunächst einmal eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern im (schlimmstenfalls) fünfstelligen Bereich geahndet werden kann.

Allerdings kann ein fehlendes Impressum auch gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen, weil du dadurch zum Beispiel deinen Kund:innen die Retouren erschwerst. Es können dich nicht nur deine Kund:innen verklagen, sondern auch deine Mitbewerber:innen. Und spätestens hier wird es rechtlich wie auch finanziell heikel.

Fazit: Erledige deine Hausaufgaben und sei auf der sicheren Seite!

Das ordentliche Einhalten der Impressumspflicht ist kein Hexenwerk. Orientiere dich an der obigen Vorlage und hole dir bei Bedarf zusätzlich rechtliche Beratung ein, um sämtliche offenen Fragen zu klären und für ein absolut wasserdichtes Impressum zu sorgen.

Möchtest du deine privaten Daten aus dem Internet heraushalten, kannst du über eine virtuelle Adresse nachdenken, die aber real existieren und zur Postzustellung geeignet sein muss. Auch die Firmengründung im Ausland ist denkbar, da für internationale Websites teilweise andere Regeln gelten. Anwaltliche Beratung ist in diesem Fall aber natürlich absolute Pflicht.


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© Fevziie Ryman via iStock

Den nächsten Urlaub samt Hotel, Mietauto und passenden Outfits buchen: Waren und Dienstleistungen sind zu jeder Zeit nur einen Klick entfernt. Vertrieben werden sie auf digitalen Plattformen. Doch den EU-Mitgliedstaaten entgingen jährlich Milliarden Euro an Steuern, da die Internetunternehmen ihre Umsätze durch den E-Commerce nicht meldeten, beteuern die Mitgliedstaaten. Daher sollen digitale Plattformen ab Januar 2023 stärker in die Pflicht genommen werden. Die EU verspricht sich eine Verbesserung der Steuertransparenz und zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 33 Mrd. Euro.

Datenaustausch zwischen Online-Plattformen und Behörden optimieren

Um Besteuerungslücken zu schließen, sollen Plattformbetreiber:innen mit Sitz, Ort der Geschäftsleitung oder Betriebsstätte innerhalb der EU, Einkünfte von Anbieter:innen an die zuständigen Finanzbehörden melden. Hiermit setzen die EU-Mitgliedstaaten die sogenannte DAC7-Richtlinie um. Dies soll Transparenz über geschäftliche Aktivitäten auf digitalen Plattformen sicherstellen und eine steuerliche Bewertung der Transaktionen möglich machen.

Der Begriff „digitale Plattformen“ ist bewusst weiter gefasst, um Software, Website oder mobile Anwendungen abzudecken, die es Verkäufer:innen ermöglicht, sich direkt oder indirekt mit potenziellen Käufer:innen in Verbindung zu setzen und sog. Relevante Tätigkeiten auszuüben. Die EU und Deutschland setzen dabei den Fokus vor allem auf E-Commerce-Plattformen. Dazu zählen insbesondere die Vermietung von Immobilien, „Ridesharings“, die Erbringung persönlicher Dienstleistungen und der Verkauf von Waren.

Was genau bedeutet das für mein E-Commerce Unternehmen?

Um es in einem Wort auf den Punkt zu bringen: Informationsaustausch. Denn die Richtlinie verpflichtet E-Commerce Unternehmen umfangreiche Informationen zu Transaktionen, Einkünften und Verkäufer:innen der jeweiligen Plattformen offenzulegen und an die zuständigen Finanzbehörden weiterzugeben. Eine Zusammenfassung dieser Informationen muss dann einmal jährlich in Form einer Jahreserklärung an die nationalen Finanzämter gemeldet werden, um eine steuerliche Bewertung der Transaktionen möglich zu machen.

Fazit

DAC7 bringt mit dieser Richtlinie eine wichtige Neuerung in den E-Commerce Sektor. Bis Anfang des nächsten Jahres müssen sich E-Commerce Betreiber:innen mit wichtigen Fragen auseinandersetzen: Fällt meine E-Commerce Plattform unter die Meldepflicht? Wie genau gestaltet sich der nationale Informationsaustausch und die Datenbeschaffung der zuständigen Finanzbehörden? Und müssen auch die eigenen AGBs an die neue EU-Verordnung angepasst werden?

Es liegt nun an den betroffenen Betreiber:innen selbst, die richtigen Schritte einzuleiten, um ihr E-Commerce Unternehmen rechtskonform im Rahmen von DAC7 zu gestalten.


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© FreshSplash via iStock

Die größten Nachteile eines Onlineshops – und wie du sie überwindest

Der E-Commerce boomt und jede:r Händler:in möchte ein Stück vom großen Kuchen abbekommen. Die Vorteile eines Online Shops für Unternehmen liegen schließlich auf der Hand: rund um die Uhr shoppen, effiziente Ansprache von Kund:innen, geringe Unterhaltskosten und vieles mehr. Was allerdings auch zur Wahrheit gehört: Der Betrieb eines Onlineshops bietet nicht nur Vorteile.

Es ist sogar besonders wichtig, sich der Nachteile eines Onlineshops bewusst zu sein. Zum einen, um möglichst genau zu wissen, worauf man sich einlässt, wenn man im E-Commerce nicht nur durchstarten, sondern auch durchhalten will. Zum anderen, um eben diese Nachteile geschickt auszugleichen und sogar gewinnbringend zu überwinden.

Hier erfährst du, welche Probleme im E-Commerce auftreten können und welche Vor- und Nachteile eines Onlineshops sich gegenseitig beeinflussen.

Nachteil 1: Kein physischer Kontakt mit den Waren möglich

Deine Kund:innen sehen deine Waren nur auf einem Display und können die angebotenen Produkte nicht in die Hand nehmen, anprobieren, auftragen oder beschnuppern. Das mag bei klassischer Handelsware nicht so relevant sein. Doch wenn Deine Kund:innen einzigartige Waren, eigens angefertigte Unikate, Kleidung oder gar Parfums nur online in Augenschein nehmen können, fühlt sich das Onlineshopping etwas nachteilig an.

Tipp 1: Multimedia für mehr Erlebbarkeit einbinden

Du solltest versuchen, dein Produkt aus allen Perspektiven zu fotografieren und auch ins Verhältnis zu anderen Gegenständen zu setzen. So bekommen deine Kund:innen einen Eindruck davon, wie groß es ist.

Idealerweise bietest du nicht nur statisches Bildmaterial zur Ansicht, sondern zeigst dein Produkt auch im Video. Auf diese Weise können Interessent:innen noch besser nachvollziehen, was sie da vor sich haben.

In Zukunft wird außerdem die VR-Technologie eine immer wichtigere Rolle spielen, um Produkte für Zielgruppen erlebbarer zu machen – Mister Spex nutzt die Technologie beispielsweise seit Jahren, um Brillenmodelle live auf die Köpfe der Websitebesucher zu zaubern.

Doch egal, welche Medien und Technologien du als Extras nutzt, um dein virtuelles Schaufenster attraktiver zu machen: Zuallererst kommt es immer auf die unverzichtbaren Basics an.

Es geht nichts über möglichst detaillierte Produktbeschreibung. Leidenschaftslose Aufzählungen von Eigenschaften, Materialien und technischen Features wirken sofort abschreckend. Wenn du Produktbeschreibungen selbst schreibst oder sie anfertigen lässt, hast du obendrein die Chance, dir damit eine distinktive Markenidentität aufzubauen.

Nachteil 2: Unsicherheiten, Vorurteile und Misstrauen auf Kund:innenseite

Die Tatsache, dass deine Kund:innen etwas im Voraus bezahlen sollen und erst nach einigen Tagen erhalten, kann so manche (berechtigte) Zweifel schüren. Kund:innen wissen besonders bei kleineren Shops nicht, ob sie den Betreiber:innen trauen können.

In dieser Hinsicht machen sich einige kleinere Händler:innen auch unnötig selbst das Leben schwer, indem sie wenig kund:innenfreundliche, schwer auffindbare oder unverständliche Retourenbestimmungen anbieten.

Interessent:innen verlieren ganz schnell die Lust auf eine Bestellung, wenn sie nicht ein rundherum gutes Gefühl dabei haben.

Zudem kann es auch qualitative Bedenken geben, ob die Produkte wirklich halten, was sie versprechen. Das gilt für so ziemlich alle Artikel, die nicht von einer halbwegs bekannten Marke stammen.

Tipp 2: Demonstriere Vertrauenswürdigkeit und Transparenz

Vertrauen ist eigentlich etwas, das du nicht von heute auf morgen aufbauen kannst. Damit du online erfolgreich verkaufen kannst, musst du aber eine ganze Menge unbekannter Personen in kurzer Zeit von deiner Seriosität überzeugen.

Das gelingt dir zum einen mit vertrauenswürdigen, bekannten Prüfsiegeln. Wenn du authentische positive Rezensionen erhältst, dann nutze sie gern an prominenter Stelle für dich.

Nichts überzeugt Kund:innen so sehr wie andere Kund:innen. Hierbei gilt jedoch absolut das Gebot der Echtheit: Überschwänglich lobende Fake-Rezensionen durchschauen die meisten Menschen sofort.

Zudem kannst du trotz rein virtueller Präsenz durchaus Transparenz und Nahbarkeit vermitteln: Biete zum Beispiel eine Telefonnummer an, über die sich deine Kund:innen melden können, und kreiere eine „Über uns“-Seite. So zeigst du, dass echte Menschen hinter den Angeboten stehen, und unterstreichst, dass man dir und deinem Unternehmen vertrauen kann.

Nachteil 3: Zu wenig Beratung und Kommunikation

Besonders bei hochpreisigen Produktklassen möchten viele Kund:innen nicht ohne intensive Beratung kaufen. Komplexe, erklärbedürftige und individualisierbare Artikel wie Handys oder Computer können so manchen Interessenten rasch überfordern: zum einen, weil es so viele technologische Detailfragen zu klären gibt, um das bestmöglich passende Modell zu finden; zum anderen, weil es eine solche Masse von Angeboten gibt, dass die Entscheidungsfindung allein fast unmöglich scheint.

Ladengeschäfte haben hier den Vorteil, eine im wahrsten Sinne des Wortes greifbare Verkaufs- und Beratungsperson bereitstellen zu können. Allzu viele Onlineshops hingegen bieten nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie Entscheidungsfindung. Das reduziert in jedem Fall die Conversion-Rate.

Tipp 3: Statische, dynamische und persönliche Beratungsangebote schaffen

Um deine Kund:innen mit allen Informationen zu versorgen, die sie am Ende von einem Kauf bei dir überzeugen, solltest du zunächst einmal statische Beratungsinhalte kreieren. Neben detaillierten Produktbeschreibungen sind FAQs zu Produktgruppen, einzelnen Artikeln sowie dem allgemeinen Bestellprozess in deinem Shop sehr nützlich. Auch ein Video kann diese Funktion erfüllen.

Welche Fragen deine Interessent:innen konkret umtreiben, findest du recht leicht und komfortabel mit SEO-Anwendungen wie Google Suggest, Answer The Public oder Also Asked heraus.

Hast du die statischen Inhalte sauber aufbereitet, kannst du auch über eine dynamische und individualisierte Form der Beratung nachdenken. Hierfür bieten sich zuallererst die Bereitstellung einer Telefonnummer und Mailadresse oder sogar die Implementierung eines Live-Chats an. Du solltest dir allerdings bewusst sein, dass diese Maßnahmen mit hohen Personalkosten verbunden sind.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Einbindung eines Filter- und Abfragesystems. Verkaufst du also Computer, könntest du den Interessent:innen eine simple Multichoice-Navigation anbieten und fragen, ob sie etwa einen Einsteiger-PC oder einen High-End-Rechner suchen, wie viel Geld sie ungefähr auszugeben bereit sind und so weiter. Nach diesem Muster verfeinerst du die Suche sukzessive, bis deine Kund:innen bei einer passenden Produktauswahl angelangen.

Nachteil 4: Kostspieliges und nerviges Widerrufsrecht

Es gibt Branchen, in denen die Quote der retournierten Pakete bei rund 50 Prozent liegt. Vor allem in der Bekleidungsbranche ist es gang und gäbe, dass sich Menschen mindestens zwei bis drei Größen des gleichen Artikels bestellen, um zu Hause herumzuprobieren, was am besten passt.

Kund:innen nehmen ihr 14-tägiges Widerrufsrecht gern und regelmäßig in Anspruch, weil die meisten Händler:innen nicht nur den Kaufpreis erstatten, sondern auch die Versandkosten übernehmen. Zudem erweitern viele Onlineshops das Widerrufsrecht freiwillig und setzen somit andere Shopbetreiber:innen noch mehr unter Druck. Das verursacht signifikante Kosten und ein hohes Arbeitsaufkommen, dem man je nach Produktgruppe im E-Commerce kaum entgehen kann.

Tipp 4: Kulanz schafft langfristig Kund:innenbindung

Die Gründe für einen Widerruf können vielfältig sein: falsche Größe, unerwünschte Eigenschaften, nicht erwartete Farbe und vieles mehr. Du solltest zunächst alle Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass es überhaupt zu übermäßig vielen Retouren kommt, nur weil deine Kund:innen nicht ausreichend über die Eigenschaften deiner verkauften Waren informiert sind.

Ansonsten ist der Umgang mit dem Widerrufsrecht ein zweischneidiges Schwert. Es gibt einen klar gesteckten rechtlichen Rahmen, von dem du nicht abweichen darfst. Tricks und fadenscheinige Praktiken, um deinen Kund:innen die Retoure zu erschweren, werden nach hinten losgehen und deine Kaufinteressent:innen letztlich nur vergraulen. Zeige dich lieber kulant und akzeptiere, dass das Widerrufsrecht nun einmal dazugehört.

Niemand sollte es bereuen müssen, wenn er deinem Shop eine Chance gibt und aus welchen Gründen auch immer den Artikel am Ende nicht behalten möchte.

Nachteil 5: Rechtliche Risiken im Onlinehandel

Es ist heutzutage sehr einfach, einen Onlineshop ins Leben zu rufen. SaaS-Lösungen wie Shopify sind so simpel gestaltet, dass es kaum einen Tag braucht, um live zu gehen. Um einen Shop rechtskonform zu betreiben, musst du aber ein bisschen mehr beachten: AGB, Widerrufsrecht, Datenschutz, Impressum, Steuerrecht, Buchhaltung und vieles mehr.

Verstößt du gegen gesetzliche Grundlagen, kann dies empfindliche Strafen nach sich ziehen. Und die Rechtslage im E-Commerce kann ganz schön kompliziert sein, insbesondere wenn du international tätig bist.

Tipp 5: Externe Beratung einholen

Deinen Shop rechtskonform aufzustellen, ist kein Hexenwerk, wohl aber eine Fleißarbeit – sofern du dich selbst um die Aufsetzung aller relevanten Richtlinien kümmerst. Du kannst es dir aber auch leichter machen sowie auf Nummer sicher gehen und dir externe Beratung dazu holen.

Hier zahlt sich die Zusammenarbeit mit spezialisierten Anwält:innen aus. Gerade weil sich bestimmte Vorschriften im Laufe der Zeit ändern können.

Die Konsultation verursacht natürlich Kosten. Dafür erhältst du jedoch eine nicht zu unterschätzende gedankliche Freiheit von rechtlichen Aspekten und kannst dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren.

Nachteil 6: Nicht für alle Geschäftsfelder geeignet

Die Nachteile eines Onlineshops liegen manchmal unvermeidlich im Geschäftsfeld begründet. Wenn du etwa verderbliche Waren über das Internet verkaufst, ist dies logistisch deutlich anspruchsvoller als der Verkauf von Produkten, die problemlos ein paar Tage durchs Land befördert werden können.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du eine Schlachterei in traditionellem Familienbetrieb ins digitale Zeitalter überführst: Du musst irgendwie sicherstellen, dass deine Ware in der gleichen Qualität bei Besteller:innen ankommt, wie sie über die gute alte Ladentheke wandert.

Zudem gibt es manche Produkte, die einfach zu günstig sind und bei denen die Versandkosten sogar den Warenwert übersteigen.

Tipp 6: Aus Schwächen Stärken machen, aber Grenzen erkennen

Wenn der Versand deiner Ware zeitkritisch und komplex ist, dann spricht nichts dagegen, deine Websitebesucher:innen vor dem Kaufabschluss darauf aufmerksam zu machen. Im Gegenteil, das gibt dir sogar die Möglichkeit, dich als umsichtiger, qualitätsbewusster Shop zu präsentieren.

Im Falle der traditionellen Schlachterei könntest du deinen Interessent:innen also beispielsweise Einblick in die Herstellungsprozesse geben und dabei erläutern, warum es gegebenenfalls nur zwei feste Versandtage pro Woche gibt, sodass Onlineshopper:innen vielleicht einfach mal ein paar Tage mehr auf Ihr Paket warten müssten. Das macht dich nahbarer und zieht Besucher:innen idealerweise auf deine Seite.

Du solltest den nötigen Weitblick entwickeln, um zu entscheiden, welche Produkte wirklich in das Sortiment deines Onlineshops passen. Sehr günstige Artikel könntest du zu Bundles zusammenfassen, damit sich der Kauf trotz etwaiger Versandkosten noch lohnt.

Manchmal muss man sich aber auch eingestehen, dass es für bestimmte Produkte wenig bis keine Nachfrage über das Internet geben wird.

Fazit

Dass ein Onlineshop Vor- und Nachteile bieten kann, wird im allgemeinen Hype um den E-Commerce manchmal vergessen. Viele Nachteile von Onlineshops lassen sich jedoch ausgleichen, vielleicht sogar gewinnbringend überwinden, zumindest aber abfedern, wenn du umsichtig agierst und die richtigen Maßnahmen ergreifst.

Da nicht alle deine Konkurrent:innen diese Mühe auf sich nehmen, kannst du die Nachteile sogar in Vorteile umwandeln, weil sich deine Kund:innen in deinem Shop besser aufgehoben fühlen als bei deinen Mitbewerber:innen.


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AGB einfach erklärt: Warum du sie brauchst, was drinstehen muss und welche Fehler du vermeiden solltest

Wäre es nicht schön, wenn man sich als Onlinehändler:in entspannt allein auf das Verkaufen konzentrieren könnte? Tolle Produkte herstellen oder ordern, ansprechend präsentieren und die Leute damit glücklich machen.

Allerdings geht es im E-Commerce heute ohne ein juristisches Minimalwissen nicht mehr. Das gilt nicht zuletzt für die viel diskutierten AGB.

Was sind AGB?

Formal bedeutet jeder Verkauf, ob online oder nicht, dass zwischen Verkäufer:in und Käufer:in ein Vertrag zustande kommt. Die eine Seite macht ein Vertragsangebot, die andere nimmt es an.

Diverse Regeln legen fest, wie dieser Vertrag genau erfüllt werden soll. Neben den gesetzlichen Bestimmungen, die immer gelten, bieten sich in vielen Fällen dafür AGB an. Aber was bedeutet AGB überhaupt?

AGB, also Allgemeine Geschäftsbedingungen, sind eine Reihe von vorformulierten Grundlagen für die vertraglichen Beziehungen eines Unternehmens mit seinen Kund:innen, also zum Beispiel zwischen Onlinehändler:in und Käufer:in.

Damit sollen juristische „Leitplanken“ für sich wiederholende, immer wieder ähnliche Transaktionen aufgestellt werden. Das Gegenteil in Juristendeutsch wäre die Individualabrede, wobei die Vertragsparteien ihre Geschäftsbedingungen in jedem Einzelfall neu aushandeln.

Logisch, dass das bei Dutzenden bis Tausenden Transaktionen pro Tag nicht realistisch ist.

Als „Kleingedrucktes“ sind die AGB also Teil des (Kauf-)Vertrags. Damit können wichtige Fragen vorab geklärt werden, zum Beispiel:

  • Wann genau kommt der Vertrag zustande?
  • Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Was kostet der Versand?
  • Wann und wie kann man den Vertrag widerrufen?
  • Welche Gewährleistungsrechte und Haftungsbegrenzungen werden vereinbart?

Wer braucht AGB?

Es ist zwar nicht Pflicht, AGB aufzuführen. Aber gerade im E-Commerce mit einer Vielzahl mehr oder weniger standardisierter Transaktionen sind sie auf jeden Fall zu empfehlen.

Dass viele Prozesse in E-Commerce-Unternehmen standardisiert sind, bedeutet allerdings nicht, dass die AGB ebenfalls stets gleich sein sollten. Es gibt online ja sogar AGB-Generatoren und Vorlagen, die Händler:innen für sich übernehmen können. In der Regel sind sie aber nicht der richtige Weg.

Nur wenn sie professionell verfasst und an die jeweilige Branche, für die sie gelten sollen, angepasst sind, können AGB Zeit sparen und den Abschluss von Verträgen erleichtern.

Sind die AGB juristisch nicht korrekt und es kommt tatsächlich mal zu einem Rechtsstreit, können sie unwirksam sein, was deine Position in der Auseinandersetzung verschlechtert.

Schließlich sind AGB im E-Commerce auch deshalb ratsam, weil es diverse Belehrungs- und Informationspflichten für den Onlinehandel gibt, die damit ideal erfüllt werden können.

AGB im E-Commerce: Ein paar Besonderheiten

Es überrascht nicht, dass sich E-Commerce-AGB inhaltlich von beispielsweise denjenigen für Banken und Versicherungen unterscheiden. Aber es gibt einige Grundregeln, die für alle online unterbreiteten Angebote gelten – zum Beispiel die Art und Weise, wie AGB in den Shop integriert werden.

Allgemeingültige Muster gibt es bei Rechtstexten nicht. Deshalb ist es immer ratsam, AGB konkret auf die jeweilige Situation anzupassen. Dabei sind unter anderem folgende grundlegende Punkte zu beachten:

  • Sind deine Kund:innen Verbraucher:innen (B2C) oder andere Unternehmen (B2B)? Für B2C gelten abweichende und meist strengere Regeln, wie zum Beispiel das Fernabsatzrecht.
  • Welche Art Produkt verkaufst du? Die Anforderungen an die AGB unterscheiden sich je nachdem, ob du Waren, Dienstleistungen oder digitale Inhalte vertreibst.
  • Welche Plattform nutzt du? Betreibst du ausschließlich einen eigenen Onlineshop oder bist du zum Beispiel auch auf den großen Marktplätzen vertreten?

Im B2C-E-Commerce solltest du außerdem auf Folgendes achten:

  • Die AGB müssen so abgefasst sein, dass Verbraucher:innen auch ohne Jurastudium in der Lage sind, sie zu verstehen. Dazu gehört außerdem, auf Schriftgröße und eine klare Struktur für gute Lesbarkeit zu achten.
  • Es muss für die Verbraucher:innen offensichtlich sein, dass die AGB Teil des Vertrags sind. Das bedeutet, dass Händler:innen bei Vertragsabschluss auf sie aufmerksam machen müssen.
  • Nach einem Abschluss können die AGB nicht mehr in den Vertrag aufgenommen werden. Ein vergleichbares Beispiel in der analogen Welt wäre, wenn AGB auf der Rückseite eines Vertrages, einer Rechnung oder einer Quittung abgedruckt sind. Das funktioniert nur dann, wenn auf der Vorderseite des Dokuments darauf hingewiesen wird.
  • Auch im Onlinehandel ist entscheidend, dass Verbraucher:innen bei Vertragsabschluss wissentlich die AGB anerkennen. In der Praxis kann das unterschiedlich umgesetzt werden: Durch ein Häkchen, das gesetzt werden muss, oder die Notwendigkeit, sich erst einmal durch die AGB zu scrollen, bevor die Bestellung abgeschickt werden kann. Jedenfalls reicht es nicht aus, die AGB irgendwo im Menü deines Onlineshops zu verlinken.

Sind diese Anforderungen nicht umgesetzt, werden die AGB nicht Teil des Vertrags, bleiben also ohne Wirkung. Aber es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, warum AGB-Recht unwirksam sein kann: wenn es Statuten festlegt, die keine Gültigkeit haben (können).

Was nicht in die AGB gehört

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt den Umgang mit AGB in den Paragrafen 305 ff. Aber im Gegensatz zu den sparsamen Ausführungen dort bezüglich dessen, was AGB überhaupt sind (nämlich „vorformulierte Vertragsbedingungen“) ist der Gesetzestext deutlich detaillierter, wenn es darum geht, was sie nicht sind.

Durch die Verwendung von AGB können nämlich Verbraucher:innen leicht benachteiligt werden. Um sie zu schützen, enthält das deutsche Recht eine Reihe von Vorschriften, die AGB unter bestimmten Umständen für unwirksam erklären. Vereinfacht gesagt, ist das immer dann der Fall, wenn diese die Verbraucher:innen „unangemessen benachteiligen.“

Was genau das heißt, steht in den §§ 307 ff BGB. Dort sind einmal sogenannte Klauselverbote aufgelistet, bei denen es noch ein Stück weit Ansichtssache sein kann, ob eine Bestimmung unwirksam ist („mit Wertungsmöglichkeit“). Dazu gehören:

  • Annahme- und Leistungsfristen: Händler:innen können sich nicht „unangemessen lange“ oder nicht „hinreichend bestimmte“ Fristen bis zur Erbringung der versprochenen Leistung vorbehalten.
  • Rücktrittsvorbehalt: Händler:innen können nicht ohne sachlichen Grund von ihren vertraglichen Pflichten zurücktreten.
  • Fingierte Erklärungen: AGB dürfen nicht davon ausgehen, dass Kund:innen eine rechtsverbindliche Erklärung abgeben, nur weil sie etwas Bestimmtes tun oder unterlassen.

Zu den Klauseln, die immer unwirksam sind („ohne Wertungsmöglichkeit“) gehören:

  • Haftungsausschluss bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und bei grobem Verschulden.
  • Kurzfristige Preiserhöhungen für eine Ware oder Leistung, die innerhalb von vier Monaten zu liefern oder zu erbringen ist.
  • Klageverzicht, also wenn die AGB bestimmen, dass Käufer:innen nur dann klagen können, wenn sie vorher versucht haben, sich außergerichtlich zu einigen.

Ist eine Ausschlussklausel mehrdeutig, wird sie in der Regel zu Gunsten der Verbraucher:innen interpretiert. Um zu vermeiden, dass sie für nichtig erklärt werden, sollten Klauseln deshalb so klar und präzise wie möglich formuliert werden.

Häufige AGB-Fehler

Es gibt ein paar Klassiker, die immer wieder in AGB aufgeführt werden, aber falsch sind. Dadurch werden sie regelmäßig gerade im E-Commerce zu Abmahnfallen, die du unbedingt vermeiden solltest. Hier einige Beispiele:

  1. Geltungsvereinbarung: Formulierungen wie „Unsere AGB gelten auch für alle künftigen Geschäfte“ sind unwirksam, weil sie dem Grundgedanken des Verbraucherschutzes widersprechen. Auch wenn ein:e Kund:in mehrmals bei dir kauft, musst du jedes Mal auf die AGB hinweisen, und diese müssen stets erneut akzeptiert werden.
  2. Lieferfristen: Ein schwieriges Thema, bei dem in den AGB Vorsicht geboten ist. Ein Satz wie „Lieferung voraussichtlich in 1–2 Werktagen“ wäre unwirksam und damit abmahnbar, weil es so klingt, als könnten Händler:innen liefern, wann sie wollten.
  3. Versicherter Versand: In den AGB darauf hinzuweisen, dass eine Versandversicherung angeboten wird, ist ebenfalls nicht zulässig, weil nach BGB sowieso die Verkäufer:innen das Versandrisiko tragen.
  4. Gewährleistungsausschluss: Inzwischen hat sich ja herumgesprochen, dass im B2C-Bereich die Gewährleistung nicht einfach ausgeschlossen werden kann. Aber auch Regelungen wie „Mängel müssen innerhalb von zwei Wochen angezeigt werden“ sind gegenüber Verbraucher:innen unwirksam.
  5. Schriftformklausel: Oft findet sich so etwas: „Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform, dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses“. Das ist unwirksam, weil alles, was keine notarielle Beurkundung braucht, auch durch einfache Textform geändert werden kann. „Textform“ kann auch E-Mail, WhatsApp oder SMS sein. „Schriftform“ setzt die eigenhändige Unterschrift voraus.

Fazit: Das Wichtigste zu AGB in drei Sätzen

Es gibt zwar keine gesetzliche Pflicht, AGB zu verwenden, aber als Onlinehändler:in solltest du nicht darauf verzichten.

Wie so manches Beispiel hier gezeigt hat (etwa die „Schriftformklausel“), kann die Formulierung von AGB schnell spitzfindig werden.

Schon allein, um nicht der unablässig anrollenden Abmahnwelle zum Opfer zu fallen, solltest du dich in puncto AGB idealerweise juristisch beraten lassen.


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Onlineshop erstellen 101: So planst du optimal die Gründung deines eigenen Webshops

So manche Aspirant:innen im E-Commerce gehen davon aus, dass einen Onlineshop zu erstellen im Prinzip dasselbe sei wie ein „echtes“ Ladengeschäft im stationären Einzelhandel zu eröffnen: passende Räumlichkeiten finden, schick einrichten und die Ware ansprechend präsentieren. Dann muss man nur noch die virtuelle Tür aufschließen und die Käufer:innen strömen herbei.

Wenn es so einfach wäre! Onlineshop und Ladengeschäft haben nämlich eines gemeinsam: Die Einrichtung ist recht einfach. Das Verkaufen nicht.

Bevor du also loslegst, gibt es einiges zu klären. Dabei ist es sinnvoll, zwischen dem konkreten Erstellen des Onlineshops und all den weiteren theoretischen Fragen, die bei der E-Commerce-Gründung zu klären sind, zu unterscheiden.

Vor dem Erstellen eines Onlineshops: Jede Menge Vorüberlegungen

Einen eigenen Shop zu erstellen, ist heute einfacher denn je. Trotzdem ist es alles andere als trivial.

Der Prozess beginnt bereits damit, ein möglichst präzis durchdachtes Geschäftsmodell zu entwickeln. Davon hängt im Wesentlichen ab, für welche Art von Onlineshop du dich entscheiden solltest.

Welches Shopsystem passt zu deinem Geschäftsmodell?

Ein Onlineshop ist, genau wie ein physisches Ladengeschäft, das Gesicht deines E-Commerce. Der besuchbare Shop ist das, was deine Kund:innen sehen und was dementsprechend dein Image prägt. Es ist der Ort, an dem Interessierte deine Produkte oder Dienstleistungen kennen und hoffentlich lieben lernen.

Einen einladenden und gut bedienbaren Internetshop zu erstellen, ist zweifellos einer der wichtigsten Bestandteile beim Aufbau deines gesamten E-Commerce-Geschäfts.

Wie wird aus deiner Vorstellung nun digitale Realität? Grundsätzlich hast du hier zwei Möglichkeiten: Du kannst deinen Onlineshop erstellen lassen oder es selbst machen.

Möchtest du dich selbst ausprobieren und verwirklichen, hast du die Möglichkeit, auf sogenannte Baukästen zurückzugreifen. Mit ihnen bist du in der Lage, ohne Programmierkenntnisse und mit einem anschaulichen Baukastensystem eine Internetpräsenz zu basteln.

Die anspruchsvollere, aber weitaus mehr Möglichkeiten bietende Variante ist es, Software-Lizenzen zu kaufen beziehungsweise kostenlose Open-Source-Lösungen zu nutzen.

Wofür sollst du dich entscheiden?

Um eine Entscheidung zu treffen, musst du erst einmal herausfinden, welches Shopsystem am besten zu deinen spezifischen Anforderungen passt. Stell dir zum Beispiel folgende Fragen, wenn du deinen eigenen Shop erstellen möchtest:

  • Will ich gleich Vollzeit als Händler:in einsteigen oder soll der Onlineshop zumindest anfangs noch als Nebentätigkeit laufen?
  • Welche Produkte möchte ich anbieten? Selbst hergestellte Einzelstücke, individualisierbare Angebote oder Massenware aus dem Import?
  • Wie viel kann oder will ich in die Erstellung des Onlineshops investieren?

Deine Antworten auf diese Fragen bestimmen weitere Details wie die benötigten Funktionen, zu integrierende Zahlungsarten oder nützliche Schnittstellen.

Hinweis: All das musst du selbstverständlich auch in dem Fall abklären, wenn du den Onlineshop programmieren lässt. Um gründliche Vorüberlegungen kannst (und willst) du in keinem Fall herumkommen.

Welche Onlineshop-Funktionen brauchst du?

Die modernen Shopsysteme bieten weit mehr als nur Produktpräsentationen und einen Warenkorb für den Kauf.

Je nach deinen Ansprüchen und Bedürfnissen stehen dir bei vielen Anbietern viele zusätzliche Features zur Wahl, die den Komfort und die Effizienz deines Onlineshops erheblich steigern können. Das reicht von Werbung über Versandmanagement bis hin zur vorbereitenden Buchhaltung und noch einigem mehr.

Die folgenden Funktionen sind auch für Neueinsteiger:innen nützlich:

  • Ein integrierter Blog ist hilfreich, um dein Angebot im Netz bekannt zu machen und deinen Shop im Ranking der Suchmaschinen voranzubringen
  • Tools für die Suchmaschinenoptimierung, damit du zielsicher steuern kannst, auf welche Suchworte du deine Angebotsseiten optimieren solltest
  • Verschiedene Marketing-Tools wie E-Mail-Newsletter oder Anbindung an Social Media
  • Automatisierungen wie Rechnungsversand, Bestellbestätigungen oder die Abwicklung der Umsatzsteuer (besonders interessant, wenn du international verkaufst).

Behalte immer im Hinterkopf, was du mit deinem Onlineshop alles leisten können musst: Das Ziel sollte sein, mit dem Onlineshop nicht nur Verkäufe und Zahlungen zu erledigen, sondern das Ganze als umfassende E-Commerce-Zentrale zu verstehen, mit der du zahlreiche Prozesse rund um Einkauf, Vertrieb und Marketing steuerst.

Welche Zahlungsarten wirst du anbieten?

Einerseits willst du es deinen Kund:innen so leicht wie möglich machen, für Einkäufe in deinem Shop zu bezahlen. Andererseits musst du die Zahlungen auch effizient verwalten können – und die Kosten für Zahlungsdienstleistungen müssen sich im Rahmen halten.

Attraktive Zahlungsarten gibt es mittlerweile ziemlich viele, zum Beispiel:

  • Rechnung
  • Lastschrift
  • Banküberweisung
  • Kreditkarte
  • PayPal
  • Giro-, Google-, Amazon– oder Apple-Pay
  • Nachnahme

Was du von all dem anbietest, hängt – neben anderen – von zwei essenziellen Faktoren ab:

  • welche Zahlart deine Zielgruppe bevorzugt
  • welche Konditionen du bei den Payment-Service-Providern (die für die technische Anbindung sorgen) erhältst.

Welche Software-Schnittstellen sind sinnvoll?

Die Anbindung mindestens einer Zahlungsoption an deinen Onlineshop ist natürlich alternativlos. Aber es gibt weitere mögliche Software-Schnittstellen, die du kennen solltest. Hier einige Beispiele:

  • Warenwirtschaftssystem: Ab einer gewissen Umsatzgröße brauchst du ein Warenwirtschaftssystem (WaWi), also eine Software, mit der du den gesamten Warenfluss von Einkauf bis Retoure steuern kannst. Sinnvollerweise sollte das WaWi direkt mit deinem Onlineshop kommunizieren.
  • Preissuchmaschinen: Eine Anbindung an Websites wie idealo oder billiger ist mittlerweile ein wichtiger zusätzlicher Absatzkanal für Onlinehändler:innen. Sie generieren zusätzlichen Traffic, leiten also mehr Interesssent:innen auf deinen Onlineshop und erhöhen damit die Chance auf mehr Verkäufe (Conversions).
  • E-Commerce-Marktplätze: Der Verkauf über Plattformen wie eBay oder Amazon hat zwar auch etliche Nachteile (Kosten, mangelnde Kontrolle), aber gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, den eigenen Webshop an Marktplätze anzubinden.
  • Versanddienstleister: Besonders wenn du mit mehreren Versendern zusammenarbeitest, ist es empfehlenswert, ein Shopsystem-Plugin zu verwenden, dass deinen Webshop mit ihnen verbindet und viele Prozesse weitgehend automatisiert.
  • Tracking und Analyse: Daten sind im E-Commerce der Kraftstoff jedweder Optimierung und Weiterentwicklung. Deshalb solltest du stets die zentralen Shop-Kennzahlen (KPIs – Key Performance Indicators) kennen. Dazu gehören etwa die Besuchszahlen und die Conversion-Rates. Dazu ist eine Schnittstelle für eine Analytics-Software notwendig.

Wenn du diese und weitere Voraussetzungen geklärt hast, stellt sich die Frage: Wie erstelle ich einen Onlineshop konkret? Im Folgenden erfährst du, welche DIY-Ansätze du verfolgen kannst, um deinen Onlineshop selbst zu erstellen.

Baukasten, Softwarelizenz oder Open Source?

Eine zentrales Unterscheidungskriterium bei den verschiedenen Shopsystemen ist das Hosting. Jede Internetpräsenz braucht ein digitales Zuhause, also einen Server, auf dem sie gehostet wird.

Die diversen Baukastenlösungen wie Shopify oder Jimdo bieten das Hosting gleich mit an, du musst dich also erstmal „nur“ um die Erstellung der Shopinhalte kümmern. Da die einzelnen Komponenten schon programmiert sind und du sie nach deinen Anforderungen zusammenfügst, ist das einfacher zu bewerkstelligen als bei Lizenz- oder Open-Source-Software wie zum Beispiel Magento oder Gambio.

Im Gegensatz zu Baukastensystemen musst du bei diesen Softwarelösungen allerdings (programmier-)technisch deutlich fitter sein, um einen eigenen Webshop zu erstellen, der tatsächlich reibungslos funktioniert und ansprechend designt ist. Außerdem musst du dich um deine eigene Hosting-Lösung kümmern, zum Beispiel indem du Serverkapazitäten anmietest.

Baukastensysteme und professionelle Softwares haben beide ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Die wichtigsten davon sind in folgender Tabelle zusammengestellt:

ShopsystemVorteileNachteile
BaukastenKeine Programmierkenntnisse notwendig; Hosting inklusive SoftwareaktualisierungenNicht frei anpassbar; nicht grenzenlos skalierbar, das heißt, nur für Shops bis zu mittlerer Größe geeignet; Transaktionsgebühren
SoftwareFrei konfigurierbar; Vielfältige Schnittstellen und Plugins; Großer FunktionsumfangNur für versierte User:innen; Wartung und Pflege müssen selbst übernommen werden; Anspruchsvollere Lösungen kostspielig

Übrigens: Wenn du deinen Webshop lieber erstellen lassen möchtest, findest du oft auch bei den gängigen Baukastensystemen Angebote von entsprechenden Freelancer:innen.

Was ist noch wichtig, wenn du einen Onlineshop starten möchtest?

Neben der reinen Funktionalität deines Onlineshops gibt es weitere Aspekte, die nach Erledigung verlangen. Dazu gehört, Vorkehrungen für die Rechts- und IT-Sicherheit zu treffen. Und ganz wichtig: Um erste Kund:innen zu gewinnen, solltest du dich intensiv dem Marketing widmen.

Die drei Themen im Überblick:

Rechtstexte

In den letzten Jahren sind die rechtlichen Anforderungen an Onlineshops verschärft worden. Insbesondere der Verbraucher:innen- und Datenschutz führt zu Mehraufwand, den Betreiber:innen von Onlineshops nicht ignorieren können.

Neben einem Impressum (Anbieter:innenkennzeichnung) mit den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben, einer Widerrufsbelehrung, den Zahlungs- und Versandbedingungen, einer Datenschutzerklärung, die die Vorgaben der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) erfüllt, sind insbesondere auch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zu erstellen.

AGB sind zwar keine Pflicht. Aber wer solche vorformulierten Vertragsbedingungen hat, kann von vorneherein teure Rechtsstreitigkeiten vermeiden und sich gegen zahlungsunwillige Kund:innen wappnen.

Für all diese Rechtstexte gibt es spezialisierte Dienstleister, die Erstellung und Aktualisierung von AGB und Co. zum Teil im Abomodell anbieten. Ob sich diese Ausgabe für dich lohnt, musst du anhand der Größe deines Unternehmens und des individuellen Aufwandes für sichere Rechtstexte bewerten.

IT-Sicherheit

Die Verschlüsselung der Internetverbindung (zu erkennen am „s“ hinter dem „http“ als Teil der URL) ist zwar mittlerweile Standard und insbesondere bei mit Baukästen erstellten Onlineshops kein Problem.

Aber dennoch musst du als Betreiber:in eines Webshops damit rechnen, dass Hacker:innen sensible Daten abgreifen (auch von Kund:innen) oder versuchen, dich mit einer Ransomware zur Zahlung von „Lösegeld“ zu zwingen. Dagegen gilt es, sich bestmöglich zu schützen.

IT-Sicherheit ist ein komplexes Thema. Die Basics wie geeignete Passwörter, regelmäßige Softwareupdates und allgemeine Vorsicht (zum Beispiel die Nutzung eines VPN-Tunnels, wenn du mal Bestellungen in der Bahn bearbeitest) sollten dir quasi in die DNA übergehen.

Darüber hinaus solltest du dir Gedanken zu einer wasserdichten Backup-Lösung machen. Sonst kann es dir beispielsweise passieren, dass du deinen Webshop wegen eines IT-Problems tagelang offline nehmen musst. Falls dir selbst die Fachkenntnisse fehlen, solltest du dir spezialisierte EDV-Beratung einholen.

Onlinemarketing

Ob off- oder online, ohne Marketing geht nichts. Dabei solltest du dir klarmachen, dass Marketing viel mehr als Werbung ist. Nach wie vor gelten die 4 Ps des Marketings als Richtschnur für Onlinehändler:innen:

  1. Product (Produktpolitik): Welche Produkte möchtest du verkaufen? Dieser Punkt ist das Herz deines Geschäftsmodells. Wie macht dein Angebot das Leben deiner Kund:innen besser, angenehmer, schöner? Und warum erfüllst gerade du ihre Bedürfnisse am besten (das ist dein Alleinstellungsmerkmal, also die USP: Unique Selling Proposition).
  2. Price (Preispolitik): Was sollen diese Produkte kosten? Hierzu gehören neben dem eigentlichen Verkaufspreis auch Strategien für Rabattaktionen und Teilzahlungen.
  3. Place (Distributionspolitik): Welche Vertriebskanäle wirst du einsetzen? Nur den eigenen Shop oder auch die großen Marketplaces? Planst du, Dropshipping oder Fulfillment-Dienstleister zu nutzen?
  4. Promotion (Kommunikationspolitik): Wie kannst du dein Angebot bekannt machen? Schließlich wirst du nur etwas verkaufen, wenn irgendjemand weiß, dass es dich gibt. Hierhin gehört die klassische Werbung zum Beispiel in Form von Online-Ads. Aber auch alles weitere, was deine Brand bekannter macht, etwa ein Blog oder Social Media, ist Teil der Kommunikation mit den Kund:innen.

Die Gründung eines E-Commerce-Business ist komplex. Sie besteht aus weit mehr als nur der Initialzündung. Eher gleicht sie einer langen Reise, die Geduld und Ausdauer verlangt. Dieses 101 zur Erstellung eines Onlineshops bietet dir eine Starthilfe.

Sobald du die virtuellen Stores geöffnet hast, wirst du feststellen, dass es immer etwas zu tun, zu verbessern, zu ergänzen gibt. Wenn du die Grundlagen weiter beherzigst und beständig deine gesammelten Daten analysierst, bist du bestens aufgestellt, um mit deinem E-Commerce erfolgreich zu sein.


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„Wir haben damals im Fahrradkeller von Emils Eltern in der Eichenstraße 25 gestartet“, erinnert sich Jacob Leffers, einer der Gründer von „Oak 25“, bei unseren Podcast-Hosts Nadja Müller und Saravanan Sundaram in der neuen Folge von Thanks for Shopping zurück.

Oak25 – der Name strahlt Coolness und Sicherheit aus, genau wie das Konzept von den jungen Gründern Jacob und Emil, die es sich mit bereits 16 und 15 Jahren zur Mission gemacht haben den Alltag im Straßenverkehr für Fahrradfahrer:innen und Fußgänger:innen smarter und sicherer zu gestalten. Die reflektierenden Rucksäcke und Bauchtaschen von Oak25 – angelehnt an den Gründungsort des Unternehmens im Elternhaus an der Eichenstraße – orientieren sich genau an diesen Elementen in der Entwicklung: Safety & Coolness.

Durch eine Kickstarter-Kampagne und die Neugewinnung von namhaften Investoren konnte das Unternehmen der beiden jungen Gründer durchstarten und die Weichen auf Erfolg stellen: Wie genau der Gründungs- und Entwicklungsprozess von Oak25 aussieht und wie sie ihre zukünftige Strategie ausrichten wollten, das alles erzählt Jacob in dieser Folge von „Thanks for Shopping“.

Für mehr Insights zum Podcast folgt uns auf: https://www.instagram.com/thanksforshoppingpodcast

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