© fizkes via iStock

Die E-Commerce Branche hat sich zu einer zentralen Säule im Handel entwickelt: Allein in Deutschland werden für dieses Jahr Umsatzzahlen in Höhe von 122 Milliarden Euro geschätzt. Mit einer jährlich erwarteten Umsatzwachstumsrate von 8,13 %, gehen Expert:innen von einem Marktvolumen von circa 167 Milliarden Euro im Jahr 2027 aus. Doch was macht ein erfolgreiches E-Commerce-Business aus? Worauf muss besonders geachtet werden im Aufbau und der Weiterentwicklung eines Onlineshops? Im E-Commerce-Kosmos gilt eine erfolgreiche Strategie für eine funktionierende und nachhaltige Kund:innenakquise als A und O. Es gilt dabei einen methodischen Weg zu finden, um Kund:innen nachhaltig für dein Unternehmen zu gewinnen. Wie das gelingen kann und auf welche fünf Faktoren man besonders achten sollte, erklären wir euch hier im fynax-Blog.

1. Implementierung einer nachhaltigen Strategie

Im Vorfeld solltest du darauf achten, in eine nachhaltige Kund:innengewinnungsstrategie zu investieren. Es gibt mehrere alternative Formen, auf die man zurückgreifen kann, doch als Faustregel sollte die ausgewählte Strategie regelmäßige Inhalte produzieren und so nachhaltig, organischen Traffic generieren. Ein Beispiel ist die Erstellung eines Blogs, der regelmäßig mit Inhalten gefüttert werden kann. Werbekampagnen dagegen sind meist zeitlich begrenzt und daher nicht nachhaltig, können jedoch trotzdem gut als Booster für eine Kund:innenbindungsstrategie herangezogen werden. Ein diversifizierter Ansatz oder ein Mix der verschiedenen Möglichkeiten zur Kund:innenakquise bieten sich immer an.

2. Fokus auf deinen Zielmarkt und deine Zielgruppe

Eine erfolgreiche Kund:innenakquise sollte auf die entsprechende Zielgruppe und den entsprechenden Zielmarkt gerichtet sein, um erfolgreich zu sein. Eine wahllose Marketingstrategie, die jeden anspricht, könnte dazu führen, dass sie niemanden anspricht. Daher ist es wichtig im Vorfeld bereits eine detaillierte Marktrecherche zu betreiben und so seine Ziel- und Altersgruppen zu definieren. Auf diese Weise  kann man sich als Online-Händler:in  besser auf die Bedürfnisse und Vorlieben der jeweiligen Zielgruppe einlassen und somit den Prozess der Kund:innenakquise entscheidend verbessern. „Gen Z“ etwa ist sehr Video- und Social-Media-affin, das heißt, dass bei dieser Zielgruppe eine Social-Media-Kampagne bzw. der regelmäßige Upload von Kurzvideos als sehr erfolgsversprechend eingeordnet werden kann. Im Umkehrschluss dazu muss allerdings bei der Zielgruppe der Boomer oder Millennials möglicherweise eine andere Strategie gefahren werden.

3. Einplanung von Flexibilität

Dein Strategieplan der Kund:innenakquise sollte im besten Fall adaptiv und flexibel gestaltet werden, um so auf Verhaltensänderungen der Kund:innen oder etwaige Markttrends schnell reagieren und sich ggf. schnell anpassen zu können. Zum Beispiel können wir seit der Covid-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der erhöhten Inflationsrate feststellen, dass Kund:innen in Krisenzeiten ein eher zurückhaltendes Kaufverhalten an den Tag legen. Die Reaktion deiner Akquise sollte diese Ängste ernst nehmen und Mechanismen finden, Kund:innen die Zurückhaltung zu nehmen – beispielsweise durch einen exzellenten und persönlichen Kund:innenservice, sowie durch eine langjährige Garantie auf deine Produkte.

4. Diversifizierung deines Ansatzes

Ein diversifizierter Strategieansatz führt zu größeren Chancen der Kund:innenakquise und damit zu einer größeren Leadsgenerierung. Omnichannel-Funktionen, diverse und flexible Bezahlmethoden, sowie Spezialangebote für deine Zielgruppe oder effektive Werbekampagnen helfen dir und deinem Shop dabei, den Kund:innen ein reiches Spektrum an Möglichkeiten für Engagement zu bieten.

5. Customer Lifetime Value

Der Customer Lifetime Value ist ein Messwert in der Marktforschung, der den geschätzten Nettogewinn deines Kunden/deiner Kundinnen analysiert. In der Erhebung wird der Nettoertrag deiner Kund:innen auf ihre ungefähre Lebenszeit hochgerechnet und liefert dir wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Langlebigkeit deines E-Businesses. Mithilfe von Business-Komplettlösungen können diese Zahlen errechnet werden und dir aufzeigen, welche Kund:innen dir einen erhöhten Umsatz bieten. In der Regel stellen Kund:innen mit einem hohen CLV-Wert, die teurer in der Akquise sind, einen nachhaltigeren Wertefaktor durch Empfehlungen, Connections und einen erhöhten Umsatz dar.  


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Facebook, Instagram, TikTok – immer mehr E-Commerce Unternehmen bauen ihre Social-Media-Präsenz auf den entsprechenden Kanälen aus, um ihre Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen. Vor allem im Bereich des Marketings sind Social-Ads inzwischen nicht mehr wegzudenken. Genau an dieser Schnittstelle knüpft auch Lukas Kintzel, Mitbegründer der WhiteLion Agency an und fokussiert sich mit seinem Team unter anderem auf die Beratung von E-Commerce Unternehmen und deren Wachstumssteigerung. Wie WhiteLion eine ganzheitliche All-in-one-Lösung bietet, die Schnittstelle zwischen Beratung und Umsetzung darstellt und vor welchen großen Herausforderungen die WhiteLion Agency aktuell steht, erklärt Lukas unseren Podcast-Hosts Nadja Müller und Saravanan Sundaram in der ersten Folge der dritten Staffel von Thanks for Shopping.

Vor seiner aktuellen Position als Mitbegründer der Social-Ads-Agentur WhiteLion war Lukas Kintzel vor allem als erfolgreicher E-Sport Player in Deutschland bekannt. Den Switch in die Welt des E-Commerce startete er bereits als Jugendlicher über seinen ersten Shopify-Merchandise-Store, über den er gebrandete Unterwäsche verkaufte. „Ich brauchte ein neues Spiel! Das war mein Drive, ich brauchte eine neue Herausforderung und ein neues Spiel mit höherem Potential,“ erklärt der ehemalige E-Sport Player.

WhiteLion bietet E-Commerce Unternehmen eine ganzheitliche All-in-one-Lösung, vereint Beratung und Umsetzung und unterstützt Unternehmen mit Social Ads in ihrem Wachstumsaufbau. Für Lukas ist vor allem das persönliche Consulting von über 300 betreuten Marken, Hauptbestandteil seiner hybriden Erfolgsstrategie. In der neuen Folge von Thanks for Shopping geht er auf das Geschäftsmodell und auf die geplante Expansion der Agentur ein.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© via William_Potter

Eine neue Initiative des Rates der Europäischen Union sieht Änderungen im bestehenden Widerrufsrecht vor: So sollen Online-Händler:innen unter anderem dazu verpflichtet werden, in Zukunft bei jeder Bestellung einen Widerrufsbutton anzubieten. Wie der E-Commerce Verband darauf reagiert und was sich der Rat der Europäischen Union von einer Umsetzung verspricht, liest du hier im fynax-Blog.

Die neue vorgeschlagene Initiative zielt auf einen verbesserten Verbraucher:innenschutz im digitalen Umfeld ab. Verbraucher:innen sollen durch die Einführung eines Widerrufrechtsbuttons transparenter auf die Möglichkeiten eines Rücktritts aus dem Kaufvertrag hingewiesen werden. Ihre Rechte sollen damit gestärkt werden. Gleichzeitig verspricht sich der Rat der Europäischen Union eine Verringerung von unnötigen Belastungen, gleiche Wettbewerbsbedingungen für Finanzdienstleister:innen im gesamten Binnenmarkt und eine transparentere Kommunikation mit den Verbraucher:innen, wie aus dem Richtlinienentwurf 2022/0147 hervorgeht. Dabei soll der Widerruf bzw. der Rücktritt aus dem Kaufvertrag nur unter Angabe des Namens und der Vertragsnummer über den Widerrufsbutton möglich gemacht werden.

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Soviel erst mal zur Theorie. Doch wie sieht die Sache in der Praxis für Online-Händler:innen aus? Kritik wird vor allem vonseiten des E-Commerce Verbands bevh laut. So kritisieren Vertreter:innen, dass pauschale Gesetzesänderungen den Prozess des Widerrufs zusätzlich verkomplizieren, statt ihn zu vereinfachen. Auch die Handhabung mit Teilbestellungen bzw. Teilwiderrufen sei nicht ausreichend geregelt, wie aus dem Statement des E-Commerce Verbands hervorgeht, denn Teilwiderrufe sind so nicht möglich, entweder alle Artikel einer Bestellung werden storniert oder aber keiner.

Es solle reguliert werden, was bislang kein Problem war, mahnt auch Alien Mulyk, bevh-Leiterin der Public Affairs Abteilung Europa. „Nirgendwo ist die Rückgabe von Waren so einfach wie im E-Commerce. Die zusätzlichen Regeln verschaffen den Kunden also keinerlei Verbesserungen – im Gegenteil. Der Widerruf von Bestellungen wird sogar komplizierter als bereits bestehende Möglichkeiten zu nutzen, beispielsweise über das Kundenkonto oder den Retourenschein. Schon allein aus Gründen der Kundenbindung achtet der Onlinehandel bereits darauf, dass Verbraucher das Widerrufsrecht unkompliziert und nutzerfreundlich ausüben können.“

Es bleibt abzuwarten, wie der Rat der Europäischen Union mit der Kritik des Verbands der Online-Händler:innen umgeht, ob neue Richtlinien eingeführt werden oder die Initiative doch noch einmal angepasst wird. Sicher ist, dass das Widerrufsrecht im Online-Handel auch in naher Zukunft noch ein durchaus wichtiges Themengebiet im Verbraucherschutz sein wird.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© Kwangmoozaa via iStock

Die E-Commerce-Branche ist inzwischen generationenübergreifend bekannt und beliebt. Ob Big Market Places wie Amazon, Galaxus und eBay, oder Webshops deiner Lieblingseinkaufsläden wie H&M oder Zara – noch immer von einem Trend zu sprechen wäre 2023 wohl eine Untertreibung. Ganz im Gegenteil sind Onlineshops inzwischen eine Überlebensstrategie für Händler:innen, vor allem im Zuge der Corona-Pandemie sah sich auch der stationäre Handel mehr und mehr dazu gezwungen sich anzupassen. Was die Online-Branche so attraktiv macht und warum immer mehr Unternehmen und Händler:innen ihre Online-Präsenz ausbauen, erfährst du in der neuesten Ausgabe unseres fynax-Blogs.

Digitalisierung als Chance für den stationären Handel?

Der stationäre Handel steht vor allem im Zuge der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen, denn gestiegene Kund:innenerwartungen und ein verstärkter Wettbewerb mit der E-Commerce-Branche setzen dem Einzelhandel zu, doch bietet diese Entwicklung auch durchaus Chancen zur Weiterentwicklung des eigenen Geschäfts.

Die Kund:innen kaufen vermehrt aus der Bequemlichkeit des eigenen Heims online ein, wünschen sich aber trotzdem ein personalisiertes digitales Einkaufserlebnis und einen qualitativ-hochwertigen Kundenservice. Warum digitale Abläufe auch den stationären Einzelhandel entlasten können und dazu beitragen können, ein hybrides Verkaufsmodell zu etablieren, fassen wir hier für euch zusammen.

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die Vorteile eines Online-Shops

Was macht den E-Commerce so attraktiv? Ein großer Pluspunkt des Online-Shops dürfte der vergleichsweise simple Einstieg ins E-Business sein. Denn E-Commerce ist auch mit kleinerem Budget möglich, das heißt auch Start-Ups oder kleinen Unternehmen ist die Chance geboten, ohne große Hindernisse durchzustarten. Das liegt vor allem daran, dass Online-Shops keine Ladenmiete zahlen müssen, automatisierte Abrechnungen möglich sind und man bequem, also zeit- und ortsungebunden verkaufen kann.

Einen weiteren Pluspunkt stellen auch die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit des Webshops dar. Im Gegensatz zum stationären Handel ist der Webshop nicht an Öffnungszeiten oder seine Location gebunden und damit 24/7 für die Kund:innen verfügbar. Bestellungen können online, jederzeit und von überall aufgegeben werden. Online-Händler:innen können damit beispielsweise auch von den Möglichkeiten des internationalen Handels profitieren und sich damit eines größeren Absatzmarktes bedienen – vorausgesetzt, sie verfügen über die erforderliche Logistik.

Wirtschaftlich betrachtet macht sich vor allem die Einsparung der Personalkosten bemerkbar: Ein Online-Shop und automatisierte Abrechnungsprozesse sind nicht auf Personal angewiesen, sondern funktionieren digital.

Wie nutzt man den Webshop effektiv?

Der eigene Webshop kann schnell und einfach mit der entsprechenden Software konfiguriert werden. Durch die Möglichkeit des automatisierten Verkaufsprozesses und flexiblen Verkaufsstrategien kann der Absatz erheblich gesteigert werden. Vor allem die digitale und crossmediale Nutzung der verschiedenen Kanäle, wie zum Beispiel der Verkauf und die Bewerbung über Social Media erleichtert den Verkaufsprozess zusätzlich.

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die effektive Nutzung von Analysetools oder Business Intelligence Lösungen, die es Online-Händler:innen ermöglichen ihre Alters- und Zielgruppen besser zu identifizieren, Konsument:innen und deren Kaufverhalten besser zu verstehen und zu prüfen, ob beispielswiese durchgeführte Werbeaktionen und Kampagnen greifen oder nicht.

Der Online-Shop: nur Vorteile?

Die Vorteile eines Online-Shops liegen auf der Hand, doch ist das die ganze Story? Nicht ganz! Es gibt durchaus auch Risikofaktoren in der E-Commerce-Branche, die von Händler:innen nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Der Handel im E-Commerce erfordert eine Online-Marketingexpertise. Nur eine gezielte SEO-optimierte Werbung kann auf den entsprechenden Social-Media-Kanälen deine Zielgruppe erreichen und damit deine Reichweite erhöhen. Doch auch hier ist das Ganze nicht so einfach, wie es sich anhört: Der Einstieg in den Online-Handel gestaltet sich zwar relativ einfach, dennoch ist die Konkurrenz auf dem Markt hoch. Als Online-Händler:in solltest du vesuchen ein Alleinstellungsmerkmal zu haben, um dich von der Masse abzuheben.

Die aktuelle Lieferkettenproblematik zeigt außerdem auf, wie sehr die Online-Branche von einer funktionierenden Logistik lebt. Lagermöglichkeiten der eigenen Ware oder eben funktionierende Lieferketten beim Dropshipping sind entscheidende Faktoren für Online-Händler:innen weltweit.

Außerdem ist es sehr wichtig eine greifende und wirksame Cybersecurity im Online-Shop zu konfigurieren. Im Online-Handel sind die Gefahren des Datenabgriffs deutlich höher als im stationären Handel. Die Datensicherung der Kund:innen und damit der Datenschutz, wie auch die Gewährleistung eines einwandfreien Zahlungssystems und einer lückenlos funktionierenden Logistik sind Risikoquellen, die jede:r Online-Händler:in betreffen.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© gorodenkoff via iStock

Das Spiel deiner Lieblingsmannschaft vom Spielfeldrand mitverfolgen, Shoppingtrips ins weihnachtliche New York oder nach Mailand, Live-Konzerte im Londoner Hyde Park oder eine Besichtigung der Cheops-Pyramide in Ägypten – für das alles könnte es schon bald nicht mehr notwendig sein, in das Flugzeug zu steigen und zu verreisen, denn mit dem Konzept des neuen Metaverses entstehen völlig neue Formen der virtuellen 3D-Interaktion. Das Zukunftspotential des Metaverses wird nach und nach auch von den Big Playern der Branche erkannt – so sticht Facebook (inzwischen Meta) mit einer Investition von zehn Milliarden Dollar heraus, während Bloomberg das potentielle Marktvolumen des Metaverse auf 800 Milliarden Dollar für 2024 prognostiziert. Was das Metaverse auch für den E-Commerce so spannend macht, wie das virtuelle Einkaufserlebnis im Online-Handel nachhaltig beeinflusst wird und auf was du deswegen besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Metaverse – mehr als nur ein Trend?

First things first: Das Metaverse dient als Zugang zu einer virtuellen Onlinewelt, in der von Nutzer:innen angelegte virtuelle Avatare als Protagonisten agieren. Was sich erst mal wie ein Videospiel anhört, dürfte sich schon bald als fester Bestandteil der E-Commerce-Branche etablieren, denn das Ziel von Big Playern wie Meta, Amazon oder Microsoft ist es unter anderem auch eine digitale Parallelwelt zu erschaffen, in der Avatare und Nutzer:innen neu entstehende Marketplaces dreidimensional nutzen können.

Die Umbenennung von Facebook in Meta, die darauffolgende Investition in Höhe von 10 Milliarden Dollar sowie das auf 800 Milliarden Dollar prognostizierte Marktvolumen und die Integration der Gaming-Plattform „Roblox“ in das Metaverse sind bereits deutliche Anzeichen für Anleger:innen und auch Online-Händler:innen den Trend ernst zu nehmen und das Zukunftspotential für den Online-Handel nicht zu unterschätzen.

Anwendungsbasierte Technologie – das A und O

Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Metaverses, schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten und die bereits geplante Einführung von immersiven Technologien wie Augmented- (AR) und Virtual Reality (VR) werden dazu beitragen, das Online-Einkaufserlebnis von Konsument:innen nachhaltig zu verändern.

Erste Beispiele dieser Technologien sind bereits erfolgreich bei Amazon und beispielsweise großen Brillenhersteller:innen getestet worden: Mithilfe der Augmented Reality Tools ist es Käufer:innen möglich, eine Brille virtuell anzuprobieren oder mit dem Room Decorator von Amazon virtuelle 3D-Möbelstücke auf dem Smartphone in die eigene Wohnung hineinzuprojizieren.

In der Gaming-Welt ist der Erfolg des Konzepts ebenfalls zu beobachten, denn auch hier sind Konsument:innen dazu bereit reales Geld für virtuelle Besitztümer wie Tokens, Statussymbole, Grundstücke oder Kleidungsstücke auszugeben, um ihren Avatar entsprechend anzupassen. Doch was genau bedeutet diese Entwicklung für den Online-Handel? Und wie können Online-Händler:innen im Metaverse mit ihrem Shop und ihren Produkten erfolgreich partizipieren?

Möglichkeiten für Unternehmen im Metaverse

Die Möglichkeiten der Partizipation für dein Online-Business sind vielfältig. Wie bereits angesprochen besteht beispielsweise die Möglichkeit digitale Kleidung oder Accessoires für die Metaverse-Avatare anzubieten. Das schließt aber gleichzeitig nicht den Verkauf von real-physischen Produkten aus, denn das Metaverse kann eben auch als virtueller 3D-Showroom für deine Kleidungsprodukte dienen, um deinen Kund:innen ein besseres Online-Einkaufserlebnis zu bieten.

Auch hybride Angebote, das heißt virtuelle und reale Produkte können auf deiner Plattform angeboten werden. Der Edelsteinanbieter Juwelo zum Beispiel verkauft physische Schmuckstücke zusammen mit einem Non-Fungible Token (NFT), also mit einer digitalen Besitzurkunde des Produkts, die anschließend digital in die Wallet der Kund:innen geladen wird.

Generell ist der Verkauf von NFTs im Bereich Digital Art vielversprechend, aber auch der Verkauf von digitalen Grundstücken oder die möglich gemachte Werbeschaltung lediglich durch die Präsenz deiner Marke oder deiner Produkte in virtuellen Marketplaces des Metaverse können die Reichweite und die Profitabilität deines Online-Shops verbessern.

Im Metaverse entstehen neue Marktplätze und damit auch neue Chancen für neue Player in der Online-Branche. Besonders die erfolgreiche Integration von NFTs, die beispielsweise als virtuelle Währungseinheiten, als Zugangspässe zu exklusiven Online-Events oder als Kaufvoraussetzung für ausgewählte exklusive Produkte (virtuell oder real) genutzt werden können, wird für den Erfolg deines Onlineshops ausschlaggebend sein. Ein weiterer Knackpunkt für einen erfolgreichen Metaverse-Auftritt dürfte auch die digitale Interaktion mit den Nutzer:innen sein, denn die Erreichbarkeit und die Qualität deines Kundenservices auf der Plattform entscheidet letztendlich über die Kund:innenzufriedenheit.

Die Vorteile für E-Commerce Unternehmen

Die wichtigsten Vorteile, die ein Einstieg im Metaverse mit sich bringen haben wir dir hier aufgelistet:

  1. Entertainment
    • Der Entertainment-Faktor deines Online-Shops und dessen Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft deiner Kund:innen sollten nicht unterschätzt werden. Virtuelle Erlebnisse im Zusammenspiel mit dem Gamification-Ansatz haben positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsument:innen. Der Schuhgigant Nike zum Beispiel hat mit NIKELAND einen 3D-Bereich auf der Spieleplattform Roblox im Metaverse gestartet und ermöglicht den Avataren spielerisch Punkte zu sammeln und diese gegen digitale Kleidung einzutauschen.
  2. Erstanbietervorteil
    • Durch einen frühen Einstieg ist eine Vorreiterrolle für dein Unternehmen möglich. Marketingaktionen und Werbeschaltungen auf einer alternativen Plattform mit Zukunftspotential wie Metaverse erweitern die Reichweite deiner Produkte.
  3. Verbesserte Kundenbetreuung
    • Die Interaktion im virtuellen Raum beeinflusst die Wahrnehmung der Konsument:innen von Marken und Produkten. Außerdem kann eine aktive Kundenbetreuung im virtuellen Raum die Produkt- und Serviceerfahrung verbessern und damit auch einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kund:innen haben.
  4. Marktforschung
    • Das Metaverse ist datengesteuert. Eine sinnvolle Datenspeicherung und Auswertung kann wertvolle Hinweise zu Konsument:innenverhalten liefern und somit dem Unternehmenswachstum helfen.
  5. Personalisierung
    • Personalisierte (Marketing-) Kampagnen auf Grundlage der Datenauswertung steigern die Produktattraktivität und erhöhen die Chancen auf ein positives Kauferlebnis.
  6. Unbegrenztes Potential
    • Das Potential für den E-Commerce ist unbegrenzt. Je nach Entwicklung kann die Plattform neue Absatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle für Online-Händler:innen bieten.

Natürlich ist das Metaverse noch immer bestenfalls ein Beta-Projekt und noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Anwendungsorientierte Technologien wie AR und VR müssen qualitativ hochwertig bereitgestellt, umgesetzt und den Massen zugänglich gemacht werden, um zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz deuten inzwischen mehrere Faktoren in der Branche auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Hohe Investitionen der Big Player, aber auch unabhängig davon einige neue Virtual Reality Projekte, wie beispielsweise der 3D-basierte virtuelle Rundgang in der Cheops-Pyramide mithilfe von AR-Technologie verdeutlichen diesen Trend.

Für Online-Händler:innen ist insbesondere eine frühzeitige Investition in die ohnehin schon wichtige Infrastruktur der Cybersicherheit von Bedeutung. Denn auch im Metaverse gelten Fälschungen, gehackte Avatare und Cyberangriffe als größte Risikofaktoren für deinen Online-Shop.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Für Rechtsanwältin und Steuerberaterin Cara Raff steht fest: am Thema E-Commerce kommt man in der heutigen Zeit nicht vorbei. Sie hat sich deswegen mit ihrem sechsköpfigen Team das Ziel gesetzt, die führende E-Commerce-Kanzlei in Süddeutschland zu werden. Was die Branche für sie so spannend macht und welche Besonderheiten es für Online-Händler:innen in der Beratung zu beachten gibt, hat sie uns verraten.


Cara Raff, du bist Rechtsanwältin und Steuerberaterin bei der ETL Bodensee Gruppe. Welche Rolle nimmst du im Unternehmen ein?

Wir haben insgesamt fünf Standorte rund um den Bodensee. Ich bin für Friedrichshafen, den größten Standort der Bodenseegruppe mit über 60 Mitarbeitern, verantwortlich und übernehme gleichzeitig mehrere Rollen: Sowohl in einem tollen Team die Standortleitung als auch ebenfalls im Team die Gesamtunternehmensleitung. Ein mittelständisches Unternehmen mit über 130 Mitarbeitern kann eine Person alleine nicht verantwortlich leiten ohne zu verbrennen. Ich bin vor sieben Monaten zum dritten Mal Mutter geworden und die Kanzlei ist jetzt sozusagen mein viertes Baby, ich habe mir nur eine kurze Pause gegönnt. Mittlerweile haben sich meine Rollen fachlich ein bisschen verändert, da ich meinen Fokus verstärkt auf den Bereich E-Commerce gelegt habe. Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir auch hier immer im Team arbeiten und ich das fachlich nicht alleine stemme, sondern gemeinsam mit einem wunderbaren Kollegen, der ebenfalls Steuerberater ist und in den umsatzsteuerlichen Themen absolut aufgeht.

Neben der klassischen Steuerberatung arbeitest du in der Entwicklung von Umstrukturierungs-Konzepten. Als Rechtsanwältin handelst du Deals aus, erstellst Finanzierungskonzepte und bringst Parteien zusammen. Außerdem gibst du regelmäßig Gründungsberatung für Unternehmer:innen. Seit wann bist du mit deiner Kanzlei Teil von fynax und wieso hast du dich dafür entschieden?

Wir hatten schon vorher einige Berührungspunkte mit dem E-Commerce. Das ist auch selbsterklärend, denn wer den Anspruch hat eine digitale Kanzlei sein zu wollen, der muss sich mit den Themen am Puls der Zeit auseinandersetzen. Dazu gehört der E-Commerce-Bereich wie kein Zweiter. Der Online-Handel ist einfach super spannend und wir wollen boomende Branchen unbedingt beraten. Die E-Commerce-Beratung ist für uns sozusagen die Spitze des Eisbergs der Finanzbuchhaltung. Bevor wir uns fynax 2022 angeschlossen haben, ist uns aber aufgefallen, dass der E-Commerce-Bereich durchaus aufwändig ist. Doch genau hier hat es bei uns Klick gemacht: es ist aufwändig, wenn man sich nicht auskennt! Sobald man die Schnittstellen zwischen Steuerrecht und E-Commerce gefunden hat, liegen die optimalen Voraussetzungen für eine zielgerichtete und unglaublich nutzbringende Beratung vor.
Aber unsere Entscheidung, Teil des fynax-Teams zu werden, macht auch aus unternehmerischer Sicht Sinn: Sie dient nämlich auch der Mitarbeitergewinnung. Insbesondere junge Leute suchen neue Herausforderungen, wollen sich weiterentwickeln und eben nicht nur ganz buchen wie anno dazumal. Besonders die jungen Kollegen wollen am Puls der Zeit mitwirken und sind deswegen affin für neue Branchenbereiche wie den E-Commerce. Dieser Fokus hilft auch unsere jungen Mitarbeiter an uns zu binden. Wir versuchen ihnen daher auch viel Freiraum zur eigenen Entwicklung zu bieten. Sie verändern damit das Berufsbild und ihren Marktwert.

Was macht eine gute Steuerberatung für dich aus?

Der Schlüssel liegt in dem Wort „Beratung“. Das ist auch der Grund, warum wir in unserer Kanzlei diese verschiedenen Bereiche angegliedert haben. Neben der Steuerberatung haben wir auch eine Unternehmens- und eine Rechtsberatung. Ich selbst bin Rechtsanwältin. Der Beratungsansatz muss meiner Meinung nach aus einem 360°- Paket bestehen. Im Umkehrschluss könnte man vielleicht fragen, was für viele Mandaten als schlechte Beratung gilt? Der Mandant geht den Weg alleine und zum Jahresabschluss sieht man sich weit nach Ende des Wirtschaftsjahres für das Finanzamt die Zahlen an und dann ist wieder ein Jahr Funkstille. Das ist bei uns nicht so. Unsere Finanzbuchhaltung meldet die Zahlen regelmäßig auch an den jeweiligen zuständigen Steuerberater und nach erfolgter Kontrolle und bei Handlungsbedarf setzt dieser sich sofort an eine Lösung des Problems und nicht erst zum Jahresende beim Abschlussgespräch mit dem Mandanten. Das schreiben wir uns groß auf die Fahne: die Qualität unserer Beratung und Begleitung. Viele Mandanten im E-Commerce sind jung und starten ihr E-Commerce-Business direkt schon mit dem Gedanken, es zu verkaufen, wenn es erfolgreich genug ist: wir schaffen daher oftmals auch gleich eine Struktur, die bereits den Exit vorsieht. Wir betrachten entlang des Weges alle möglichen Szenarien des Prozesses. Aber am Anfang geht es in erster Linie darum, eine Bestandsaufnahme zu machen, das Business zu analysieren und z.B. einen fünf-Jahresplan auszuarbeiten oder ein bestimmtes Ziel zu formulieren, bevor wir die nächsten Schritte gehen.

Was macht den Bereich E-Commerce so spannend und welche Besonderheiten gibt es in der Beratung von E-Commerce-Unternehmen?

Die Besonderheit ist, dass ich als Unternehmer im E-Commerce viel größere Märkte bedienen kann, mich anders präsentieren, anders einkaufen und ganz neue Wege gehen kann, sowohl bei Kunden als auch bei den Lieferketten. Diese Vielfältigkeit kann mit neuen Ideen neu bespielt werden, selbst wenn man aus einer Branche kommt, bei der man zunächst gar nicht an E-Commerce denkt. Wer hätte gedacht, dass man Fenster super übers Internet verkaufen kann? Unsere Mandanten sind so unterschiedlich – auch das macht das Ganze so spannend. Die E-Commerce-Beratung ist deshalb auch immer eine, die auf neuen Visionen und Ideen der Unternehmer basiert. Das macht meinen Beruf spannend, jeden Tag auf´s neue.

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© Ilija Erceg via iStock

Der Umsatzeinbruch der E-Commerce Branche 2022 hat Spuren hinterlassen: Kostensteigerungen, die Inflation, sinkende Konsum- und Kaufbereitschaft der Konsument:innen, sowie die Energiekrise und Lieferkettenprobleme. Das sind nur einige wenige Beispiele der Herausforderungen, die auf Online-Händler:innen 2023 zukommen. Und dennoch gibt es ein Lichtblick am Ende des Tunnels: nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft wird für 2023 eine positive Entwicklung des Online-Handels prognostiziert. Wie du am besten auf die anstehenden Herausforderungen reagierst und auf was du besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Rebound 2023?

Die knapp zwei Jahre anhaltende Sonderkonjunktur des E-Commerce hat durch die Inflation und Energiekrise im Zuge des Ukraine-Krieges ein jähes Ende gefunden. Trotzdem gehen Expert:innen des Bundesverbands für E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) davon aus, dass die Branche sich nach dem Umsatzeinbruch 2022 wieder auf einen Rebound im neuen Jahr freuen darf. Der signifikante Vorteil des E-Commerce im Vergleich zum stationären Handel liegt vor allem bei der Einsparung der Personalkosten. Online-Händler:innen haben vergleichsweise weniger Personalausgaben, sind daher nicht an die inflationäre Gehaltsspirale gebunden und können entsprechend günstigere Angebote in ihren Online-Shops ermöglichen. Auch deshalb gehen Expert:innen mit einer Wachstumsrate der E-Commerce-Branche von bis zu fünf Prozent im neuen Jahr aus.

Herausforderungen für den Online-Handel

Trotz der positiven Prognose müssen sich Online-Händler:innen allerdings auch auf Herausforderungen in der Branche gefasst machen. Der Zustandsanalyse des ECC Köln und des Zahlungsdienstleisters Mollie zufolge entstehen die größten Herausforderungen für den E-Commerce aufgrund von allgemeinen Kostensteigerungen, erschwerten Wettbewerbsbedingungen und aufgrund des nachlassenden Konsums. Im Zuge des Ukraine-Kriegs sind vor allem auch im Online-Handel die wirtschaftlichen Nachwirkungen durch die andauernde Energie-, Inflations- und Lieferkettenkrise zu spüren.

Nichtsdestotrotz sind aber auch branchenspezifische Gründe für viele Probleme des Online-Handels ausschlaggebend. Dazu gehören unter anderem der Mangel an geeigneten Fachkräften und damit verbunden fehlendes Know-How, sowie eine schlechte Beratungs- und Betreuungsqualität.

Online-Händler:innen reagieren auf die Herausforderungen mit digitalen Maßnahmen, wie zum Beispiel mit dem Ausbau ihres Online-Marketings und der Weiterentwicklung ihrer Webshops. Außerdem sind Verbesserungen der Webservices durch Angebote von flexiblen Bezahlungsmethoden wie „Buy Now, Pay Later“, Betrugsminimierung durch Investitionen in die Cybersecurity und deren schnelle Integration in das Shopsystem erfolgversprechende Lösungsstrategien der Betreiber:innen.

Ein Umdenken in der Branche

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgen für ein Umdenken in der Kund:innenbindungsstrategie. Big Player, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen im E-Commerce legen den Fokus ihrer Marketingstrategie inzwischen primär auf Kund:innenbindung und nicht wie vorher auf die Kund:innenneugewinnung. Damit reagieren sie auf das veränderte Konsumverhalten, das für den Online-Handel eine große Herausforderung darstellt. Doch wie sieht eine erfolgreiche Strategie zur Kund:innenbindung aus? Und wie können sich Online-Händler:innen frühzeitig anpassen?

Tools und Trends 2023

Wie so oft steht auch im neuen Jahr die Kund:innenzufriedenheit an oberster Stelle und neue Tools und Trends im Online-Handel sollten vor allem für die Verbesserung des Einkaufserlebnisses genutzt werden. Das meint auch Fabian Fischer, CEO der Digitalberatungsplattform Etribes, der für den Erfolg eines Online-Shops das Kund:innenerlebnis als ausschlaggebenden Faktor bezeichnet.

Eine Übersicht über die wichtigsten Tools, mit denen ihr auf die kommenden Herausforderungen reagieren und eure ganzheitliche Cumstomer Journey verbessern könnt, haben wir hier für euch zusammengestellt:

  • Virtual Reality

Das Tool „Virtual Reality“ ist durch 3D-Animationen besonders dazu geeignet, den Kund:innen ein verbessertes Online-Einkauferlebnis zu bieten. Bekannte Beispiele sind digitale Anproben von Kleidungsstücken oder die digital-räumliche 3D-Darstellung von Möbelstücken. Die Integration einer 3D-Ansicht deiner Produkte in deinem Webshop erleichtert deinen Kund:innen die Auswahl und verbessert das Online-Einkaufserlebnis nachhaltig.

  • Künstliche Intelligenz

Programme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, sind in der Lage zusätzlichen Content bei angebotenen Produkten anzubieten und diese Informationen automatisch zu generieren.

  • Beratungsqualität

Besonders hervorzuheben ist die Relevanz der Beratungsqualität im Online-Shop. Nicht nur die Möglichkeit einer Beratung auf deiner Webpage, sondern auch die Möglichkeit einer schnellen und persönlich-zugänglichen Beratung sollte daher möglich sein. Das kann beispielsweise über eine (Video-) Chat-Funktion, oder aber auch über den klassischen telefonischen Kontakt erreicht werden.

  • Kund:innenbindungsangebote

Du solltest überlegen, deine Produkte community orientiert anzubieten und über spezielle Zielgruppen-Angebote deine Kund:innen an deinen Online-Shop zu binden.

Ein professionelles Datenauswertungsprogramm ist besonders für Online-Händler:innen praktisch, da das Programm dabei hilft, Marketing-Prozesse zu optimieren, die Effizienz des Unternehmens zu steigern und auf Veränderungen im Markt entsprechend reagieren zu können.

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Der Brutto-Umsatz im Online-Handel in Deutschland ist zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent gefallen, Krisen wie die mit dem Krieg in der Ukraine verbundene Inflation und die weiterhin angespannten Lieferketten – es war ein herausforderndes Jahr für die Branche. Zusätzlich steht der Online-Handel vor der Herausforderung, sich klima- und umweltfreundlich zu transformieren. Nicht zuletzt, weil dem Wert Nachhaltigkeit gesellschaftlich zunehmend mehr Bedeutung beigemessen wird. Umso wichtiger ist es deshalb, die kommenden Trends im E-Commerce frühzeitig zu erkennen und diese für sich nutzen zu können. Welche vielversprechenden Trends das Jahr 2023 für den Online-Handel mit sich bringt, erfährst du hier bei uns im fynax-Blog.

Trend 1: „Buy now, pay later“

„Buy now, pay later“ (BNPL) heißt auf Deutsch nichts anderes als „jetzt kaufen und später bezahlen“. Dabei handelt es sich praktisch um eine moderne Bezeichnung für den klassischen Rechnungskauf, wie man ihn unter anderem auch aus den Quelle- und Otto-Katalogen kannte. Die neue Bezahlfunktion gilt als Umsatzbooster für E-Commerce-Unternehmen und Payment-Dienstleister wie PayPal oder Klarna. Prinzipiell stellt die Bezahlmethode sowohl für Händler:innen, als auch für Kund:innen ein nützliches Tool dar, das vor allem in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit als flexible Alternative zur klassischen Bezahlmethode genutzt werden kann. Kleine und mittlere Unternehmen, sowie Online-Händler:innen können durch die Einführung der Bezahlfunktion Bestandskund:innen binden, sowie Neukund:innen gewinnen.

Trend 2: Cybercrime im E-Commerce

Die Risiken des Cybercrimes für Online-Händler:innen sind auch 2023 ein bestimmendes Thema für den E-Commerce: organisierte Cyberverbrechen mit Trojanern, klassischen Betrugsmitteln oder dem Diebstahl von Zugangsdaten der Händler:innen und Käufer:innen müssen ernst genommen werden. Dazu bieten sich regelmäßige Awareness-Sicherheitsschulungen für neue und bestehende Mitarbeiter:innen an, aber auch die Einführung von Hard- und Software-basierten Sicherheitsprogrammen. Sogenannte „Bug Bounty“-Programme können zusätzlich genutzt werden, um Schwachstellen im Sicherheitssystem zu suchen und die Schutzmaßnahmen entsprechend nachzujustieren.

Trend 3: Optimierung und Automatisierung der Lieferketten

Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit eines E-Commerce Unternehmens ist unabdingbar. Mittel- und langfristig gesehen ist die Automatisierung der Lieferketten mithilfe von AI-Programmen (künstlicher Intelligenz) die nachhaltigste Lösung. In unserer fynax-Trendstudie gehen wir auch nochmal detaillierter auf Nachhaltigkeit und Lieferketten im Online-Handel ein. Aber generell müssen auch kleine und mittlere Unternehmen flexiblere und agilere Prozesse, wie zum Beispiel cloudbasierte Softwareprogramme für die Überwachung der Lieferketten einführen. Hierbei ist besonders eine gute und flexible Kund:innenkommunikation für jede:n Online-Händler:in wichtig, da diese Kommunikation bei Lieferkettenproblemen für die Kund:innenzufriedenheit eine entscheidende Rolle spielt.

Trend 4: Secondhand – Eine Chance für den E-Commerce

Aufgrund der aktuellen Produktknappheit, Lieferengpässen und dem sich verändernden Kaufverhalten der Konsument:innen rücken vor allem auch Gebrauchtwaren oder De-Facto Neuwaren wieder verstärkt in den Fokus der Kund:innen.

Auch wenn die Hauptbeweggründe für einen Kauf der kostengünstigere Preis der Produkte und die Nachhaltigkeit stellen dürften, so müssen Online-Händler:innen und Plattformen bei dem Vertrieb von Gebrauchtwaren vor allem auf die Qualität ihrer Dienstleistung achten: Das bedeutet – zuverlässige Produkte, zuverlässiger Service und zuverlässige Reklamationsmöglichkeiten.

Trend 5: Die Revolution des Online-Einkaufserlebnisses

Unterhaltung und Gamification sind Schlüsselbegriffe für die neue Art des Einkaufserlebnisses für E-Commerce Kund:innen. So zeigen Studien, dass vor allem das jüngere Publikum sich durch Unterhaltungselemente zum Kauf von Produkten motivieren lässt. Die Einbindung von Entertainment und Gamification-Ansätzen, wie beispielsweise die Konfiguration von Minispielen auf der Website des Onlineshops oder Kurzvideos erhöhen die Verweildauer der Kund:innen und steigern somit auch die Motivation zur Kaufbereitschaft. Auch Verlinkungen zu Social Media Events tragen dazu bei den Kund:innenstamm fester zu binden, Neukund:innen zu gewinnen und ihre Verweildauer auf den Plattformen zu steigern.

Trend 6: Echtzeitshopping via Livestream

Der Megatrend aus China dürfte sich bald schon in Europa etablieren und auch in Deutschland durchstarten. Das Live-Shopping knüpft an die bereits im Voraus erwähnten Unterhaltungselemente im Einkaufserlebnis an, denn auch hier bietet das Echtzeit-Shopping interessante Elemente, die die Verweildauer der Konsument:innen online erhöhen können. Durch 3D-Produktvorführungen, das Testen von Produkten oder das Anprobieren von Klamotten beispielsweise erhalten die Interessent:innen einen besseren und vor allem authentischeren Eindruck des besagten Produkts.

Smarte Kommunikationsmöglichkeiten, wie etwa die Einführung von Likes, Kommentaren oder Live-Umfragen während der Produktvorstellung können dir außerdem damit helfen das Einkaufserlebnis noch interaktiver zu gestalten. Da Livestreams über die eigene Webpage oder über Social Media Plattformen geteilt werden können, sollten sich auch KMUs oder Kleinunternehmer:innen des stationären Handels mit dieser Idee auseinandersetzen.

Wichtig wäre im Live-Shopping aber vor allem die Wahl des Hosts bzw. Presenters: Diesen kannst du entweder als KOL (Key Opinion Leader), also als Influencer:in wählen, oder eben auch als KOC (Key Opinion Consumer). Ein KOL verfügt in der Regel über eine sehr hohe Reichweite auf Social Media Kanälen und eignet sich daher besonders gut zur Kund:innen-Neugewinnung. Ein KOC hingegen kann damit punkten, dass er:sie als „normale:r“ Konsument:in des Produkts eine höhere Authentizität und Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Ein KOC eignet sich also besonders gut für die Bindung der bestehenden Kundschaft und für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses mit den Kund:innen.

Trend 7: Nachhaltige Umsatzzahlen durch Kund:innenprofibilität

Besonders 2023 ist die Pflege deiner Bestandskund:innen extrem wichtig. Hierfür bieten sich diverse Kund:innenbindungsstrategien an, jedoch ist wohl die Incentives-Strategie eine der vielversprechendsten: in der sogenannten „Incentivize“-Strategie erhalten nur ausgewählte Kund:innen das Kaufrecht für bestimmte Produkte.

Ein Beispiel wäre die Birkin-Bag von Hermes, bei der nur Kund:innen die genug Umsatz generieren das Kaufrecht erhalten. Auch Nike verfolgt eine ähnliche Strategie: die Teilnahme an den sogenannten „Nike-Raffles“ per Losverfahren bestimmt ausgewählte Kund:innen, die das Vorkaufrecht auf exklusive Schuhe erhalten. Mit den Incentive-Strategien können Konsument:innen nachhaltig zum Kauf motiviert werden.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© master1305 via iStock

Der neue Laptop, das neue Handy oder aber eine neue Waschmaschine – Technikbegeisterte und Schnäppchenjäger:innen weltweit wähnen den Black Friday und die anschließende Cyber Week als optimalen Zeitpunkt um die Wunschlisten (oder in diesem Jahr Preisvergleichslisten) endlich zu verwirklichen. Der Zeitraum des Black Friday und der Cyber Week gilt als Startschuss für das sich anbahnende Weihnachtsgeschäft – vor allem für den Online-Handel und Consumer Electronics Produkte. Doch unter welchem Licht stehen die Schnäppchentage in diesem Jahr? Eine steigende Inflation und Preissteigerungen beeinflussen das Konsumverhalten von Konsument:innen nachhaltig: wie eine repräsentative Onlinebefragung zum Einkaufsverhalten und Konsumtrends der ECC Köln und Salesforce nachweisen, planen Konsument:innen 2022 vermehrt Einsparungen und neigen zu weniger Impulskäufen als noch im Vorjahr.

Laut der Trend Check Handelsstudie des ECC Köln werden Käufe im Rahmen des Black Friday und der Cyber Week bereits im Vorfeld geplant und vorbereitet. Der Preisfokus der Konsument:innen hat sich um ein Vielfaches verstärkt, wie die Zahlen der Studie nahelegen: so bestätigen starke 76 % der Befragten sich auf das Preisangebot von bereits geplanten Anschaffungen zu fokussieren, während ganze 43 % der Konsument:innen zugeben bereits im Vorfeld Angebots- und Preisvergleiche im Rahmen von geplanten Anschaffungen in der Cyber Week gemacht zu haben. Das kommt einer Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr gleich. Gleichzeitig ist aber die Bereitschaft zum Impulskauf oder Spontaneinkäufen von vormals 46 % auf 33 % gesunken.

Die diesjährige Konsumzurückhaltung lässt sich unter anderem auf die starke Inflation und generelle Preissteigerungen zurückführen. Nichtsdestotrotz trägt aber auch das allgemeine Klima der wirtschaftlichen Unsicherheit und das schwindende Vertrauen zu den Angeboten im Rahmen der „Schnäppchentage“ zum Sparverhalten der Konsument:innen bei. Etwa 55% der Befragten bezweifeln, dass die angebotenen Produkte eine wirkliche Kostenvergünstigung darstellen – eine Skepsis die Onlinehändler:innen im Blick behalten sollten.

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

© kunertus via iStock

Impressumspflicht einfach erklärt: So erstellst du ein rechtssicheres Impressum

Das Internet ist kein anonymer und rechtsfreier Raum, sondern unterliegt klaren Regelungen. Wenn du eine Website in Deutschland betreibst, musst du den Datenschutz der Nutzer:innen beachten, darfst das Urheberrecht nicht verletzen und musst transparent erklären, wer für den Betrieb und die Inhalte auf der Seite verantwortlich ist. Und Letzteres stellt die sogenannte Impressumspflicht sicher.

Das Impressum ist der Bereich einer Website, in dem sich Besucher:innen Informationen zu den verantwortlichen Betreiber:innen dieser Site verschaffen können. Welche Angaben ins Impressum gehören, ist hauptsächlich im Paragraf 5 des Telemediengesetzes (TMG) geregelt. Zudem muss das Impressum gut erreichbar sein und darf nicht irgendwo auf der Seite versteckt werden.

Wie aber erstellst du ein rechtssicheres Impressum, wo bindest du es am besten ein und welche Alternativen hast du, wenn du nicht möchtest, dass deine Privatadresse im Internet erscheint? Antworten gibt’s im Blog!

Was ist die Impressumspflicht und welchen Zielen dient sie?

Ein Impressum ist wichtig, um die Besucher:innen einer Website (oder eines anderen telemedialen Services) darüber zu informieren, wer für dessen Bereitstellung und Pflege verantwortlich ist. Dabei geht’s natürlich nicht darum, eine Neugierde zu befriedigen. Es soll vor allen Dingen verhindern, dass digitale Angebote anonym betrieben werden können.

Hättest du es gedacht? Das erste bekannte Impressum der Welt findest du im Mainzer Psalter von Peter Schöffer und Johannes Fust von 1457. Das Gesetz zur Impressumspflicht hat seine Ursprünge im 16. Jahrhundert. Es galt für Druckerzeugnisse und enthielt unter anderem Angaben zu Erscheinungsort und -jahr der Schrift sowie dessen Verleger und bisweilen auch Drucker. Die aktuellen Bestimmungen wurden erstmals im Jahr 1997 aufgesetzt, bis heute aber bereits mehrfach reformiert.

Es gibt aktuell zwei entscheidende rechtliche Vorschriften für das Impressum auf Websites:

  • § 5 des Telemediengesetzes (TMG)
  • § 55 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV)

Eine EU-Impressumspflicht gibt es nicht. Dennoch sind schon so manche Verfahren wegen zu beanstandender Impressen auf dem Tisch des Europäischen Gerichtshofes gelandet. Es ist denkbar, dass es eines Tages eine einheitliche EU-weite Regelung geben wird. Doch im Moment gilt noch das sogenannte Herkunftslandprinzip, was bedeutet, dass für Anbieter aus dem Ausland teilweise eine andere Website-Impressumspflicht gilt.

Folgende Angaben ergeben sich auf dieser Basis als Pflichtbestandteile des Impressums:

  • vollständiger Name von Betreiber:innen bzw. von gesetzlichen Vertreter:innen eines Unternehmens
  • vollständige Anschrift von Betreiber:innen/Unternehmen
  • E-Mail-Adresse, unter welcher die betreibende Person direkt erreichbar ist

Es gibt zudem einige optionale Bestandteile. Ob sie im Impressum präsent sein müssen, hängt davon ab, ob es sich um ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt. So müssen Unternehmen neben ihrer Rechtsform auch eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme und eine Steuernummer angeben. Privatpersonen sind dazu nicht verpflichtet.

Als Shopbetreiber:in musst du auf jeden Fall eine Telefonnummer zur Verfügung stellen, auch wenn dein Shop von dir als Einzelunternehmer:in geführt wird. Hierzu gab es im Jahr 2014 ein entsprechendes Urteil.

Für journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte einer Seite muss zudem explizit eine Ansprechperson genannt werden. Diese Person kann vom allgemeinen Betreibenden der Seite abweichen oder es kann sich um die gleiche Person handeln.

Musterbeispiel für ein Impressum eines Onlineshops

Angaben gem. § 5 TMG
Betreiber und Kontakt
Finn Fynax
Fynaxrstr. 1
12345 Fynaxstadt
Telefonnummer: 123 456 7890
E-Mail-Adresse: finn@finax.io
Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RstV
Finn Fynax
Bilder und Grafiken
Eigene Bilder

Keine Lust auf die Privatadresse im Netz? Miete eine virtuelle Adresse!

Ist ein Impressum Pflicht? Ja. Musst du zwangsläufig deine Privatadresse nutzen? Nein.

Es ist verständlich, wenn du deine private Anschrift nicht einfach so ins Internet stellen möchtest. Wenn du nicht willst, dass Kund:innen, die sich auf den Schlips getreten fühlen, plötzlich bei dir zu Hause klingeln, solltest du über die Miete einer virtuellen Adresse nachdenken.

Es handelt sich dabei um eine real existierende Anschrift, an der du auch postalisch erreichbar sein musst. Bei Nutzung entsprechender Services, die etwa 100 Euro pro Monat kosten, wird deine Briefpost verwaltet oder dir sogar zugestellt, sodass du sie für ein ordnungsgemäßes Impressum nutzen kannst.

Als Shopbetreiber:in vermeidest du auf diese Weise zudem, dass übereifrige Kund:innen deinen privaten Wohnort aufsuchen, weil sie etwas zurückgeben möchten oder gar auf einen Lagerverkauf mit ein paar Schnäppchen hoffen. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn Familienmitglieder von derlei unerwünschten Besuchen betroffen wären.

Welche Websites brauchen ein Impressum und welche nicht?

Grundsätzlich muss jede Website über ein Impressum verfügen. Die einzige Ausnahme sind nicht-kommerzielle Projekte, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind, sondern für rein private Zwecke. Ein Beispiel hierfür wäre ein digitales Familienalbum. Dennoch empfehlen Anwältinnen und Anwälte immer wieder, dass jede Website über ein Impressum verfügen sollte.

Möchtest du, dass eine Website praktisch nicht auffindbar ist, kannst du diese bei Google ausschließen lassen. So minimierst du die Chance, dass externe Personen Zugriff darauf erhalten.

Wo musst du sonst noch dein Impressum einbinden?

Nicht nur die eigene Website stellt eine Form der telemedialen Verbreitung von Inhalten dar. Ein klar ersichtliches Impressum ist auch in folgenden Formaten notwendig:

  • geschäftliche E-Mails und Newsletter
  • Firmenprofile in sozialen Netzwerken
  • Podcasts, Live-Streams und andere audiovisuelle Medien

In diesen Fällen spricht man von der sogenannten Anbieterkennzeichnung. Nach Möglichkeit solltest du hier nicht nur einen Link zum Impressum auf deiner Website einfügen, sondern ein vollständiges Impressum einpflegen. Ist nämlich der Link nicht funktionsfähig, weil etwa deine Website gerade offline ist oder sich ein Tippfehler eingeschlichen hat, wäre die Impressumspflicht bereits verletzt.

Wo musst du dein Impressum in die Website einbinden?

Die Website-Impressumspflicht sieht vor, dass das Impressum maximal zwei Klicks von jeder Seite aus entfernt sein darf. Aber warum solltest du derlei Zählspiele überhaupt riskieren? Empfehlenswert ist es, grundsätzlich einen Link zum Impressum im Footer einer jeden Seite einzubauen, sodass dieser automatisch auf jeder Unterseite eingeblendet wird.

Der Link zum Impressum sollte am besten mit dem Wort „Impressum“ versehen sein.

Welche Strafen drohen, wenn du gegen die Impressumspflicht verstößt?

Wenn du kein Impressum auf deiner Website zur Verfügung stellst, ist dies zunächst einmal eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern im (schlimmstenfalls) fünfstelligen Bereich geahndet werden kann.

Allerdings kann ein fehlendes Impressum auch gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen, weil du dadurch zum Beispiel deinen Kund:innen die Retouren erschwerst. Es können dich nicht nur deine Kund:innen verklagen, sondern auch deine Mitbewerber:innen. Und spätestens hier wird es rechtlich wie auch finanziell heikel.

Fazit: Erledige deine Hausaufgaben und sei auf der sicheren Seite!

Das ordentliche Einhalten der Impressumspflicht ist kein Hexenwerk. Orientiere dich an der obigen Vorlage und hole dir bei Bedarf zusätzlich rechtliche Beratung ein, um sämtliche offenen Fragen zu klären und für ein absolut wasserdichtes Impressum zu sorgen.

Möchtest du deine privaten Daten aus dem Internet heraushalten, kannst du über eine virtuelle Adresse nachdenken, die aber real existieren und zur Postzustellung geeignet sein muss. Auch die Firmengründung im Ausland ist denkbar, da für internationale Websites teilweise andere Regeln gelten. Anwaltliche Beratung ist in diesem Fall aber natürlich absolute Pflicht.


DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.